Das Produkt

von Mark Ravenhill
Regie: Thomas Ostermeier


Deutsch von Nils Tabert
Deutschsprachige Erstaufführung

»Aber dieses Skript... ich lag auf dem Boden von meinem Büro und musste weinen, als ich das Skript hier las, verstehst du? Ja?«

B-Movies sind die Hölle. Und genau vor dieser Hölle will der durchgeknallte und schmierige Filmproduzent James ein sexy Starlet namens Amy bewahren. Sein Ziel: die Verfilmung des »Produkts«, einer wahnsinnig erfolgversprechenden Story...

Eine aufstrebende Londoner Geschäftsfrau hat ihren Freund im Anschlag auf das World Trade Center verloren. Trotzdem beginnt sie eine heiße Affäre mit Mohammed, einem attraktiven Al-Qaida-Aktivisten mit Messer und Gebetsteppich, den sie im Flugzeug kennen lernt. Sie ist hin- und hergerissen zwischen der Wunde, die der Tod ihres Freundes hinterlassen hat und der erotischen Anziehungskraft von Mohammed. Selbst vor Micky Maus und Bin Laden persönlich macht dieses rasante, komplett überdrehte Feuerwerk aus Polit-Trash und kitschiger Romanze keinen Halt. Und was hat Lara Croft noch mal mit Guantánamo zu tun?

Mark Ravenhills neues Stück ist eine Satire auf die Traumfabrik Hollywood, für die 9/11 nicht mehr als eine Steilvorlage für eine dramatische Polit-Schmonzette war. Britischer Schwarzer Humor pur...

»Das Produkt« wurde beim Edinburgh Festival uraufgeführt. Ravenhill stand dabei zum ersten Mal selbst auf der Bühne. An der Schaubühne war diese Produktion im Rahmen von F.I.N.D.6 zu sehen.

Autor: Mark Ravenhill
Eingerichtet von: Thomas Ostermeier

James: Jörg Hartmann
Amy: Simone Kabst

Dauer: ca. 60 Minuten

(keine Pause)