Die Möwe

von Anton Tschechow
Regie: Falk Richter


Deutsch von Ulrike Zemme
In einer Fassung mit Texten von Falk Richter
Koproduktion mit den Salzburger Festspielen und dem Schauspielhaus Zürich

Konstantin liebt Nina. Sie spielt in seinem ersten eigenen Stück, einem Manifest für ein neues Theater und eine bessere Welt. Das ist sein Traum. Doch dafür will er ausgerechnet die Anerkennung seiner Mutter und ihres Freundes Trigorin. Die Premiere wird zu einem Desaster. Die berühmte Schauspielerin Arkadina kann ihren Sohn als Künstler nicht ernst nehmen, er bleibt ihr unüberwindbar fremd. Und Nina verlässt Konstantin für den erfolgreichen Schriftsteller Trigorin. So enden die Träume in stillen Niederlagen. Jahre später sehen sich Nina und Konstantin ein letztes Mal wieder. Ninas Karriere ist gescheitert, und Trigorin hat sie wieder verlassen. Die Arkadina hat sich ihren Geliebten zurückerobert. Doch Nina kommt von ihm nicht los. Diesmal ist die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten. Alle sehnen sich nach Liebe und Anerkennung. Aber sie können einander nicht helfen. Die Alten müssen verteidigen, was sie haben, die Jungen können, was sie sich erträumen nicht erlangen.
Die Uraufführung der "Möwe" 1896 in St. Petersburg war für Tschechow eine Katastrophe, das Publikum lachte, pfiff und buhte. Er flüchtete noch während der Aufführung aus dem Theater. Zur Premiere der Inszenierung an Stanislawskis Moskauer Künstlertheater zwei Jahre später kam er nicht. Sie wurde ein triumphaler Erfolg und begründete seinen Weltruhm.

Regie: Falk Richter
Bühne: Katrin Hoffmann
Kostüme: Martin Kraemer
Musik: Paul Lemp
Dramaturgie: Jens Hillje
Video: Martin Rottenkolber
Licht: Carsten Sander

Arkadina: Sylvana Krappatsch
Konstantin: Mark Waschke
Sorin: Peter Brombacher
Nina: Yvon Jansen
Schamrajew: Thomas Bading
Polina: Karin Neuhäuser
Mascha: Jule Böwe
Trigorin: André Jung
Dorn: Sylvester Groth
Medwedenko: Thomas Wodianka