Die Räuber

von Friedrich Schiller
Regie: Lars Eidinger


Eine Koproduktion mit der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin.

Karl Moor ist der Vorzeigesohn der Familie Moor: Er steht beim Vater hoch im Kurs, hat eine Braut, die ihn liebt, und alle Chancen auf das Familienvermögen. Sein Bruder Franz ist das ungeliebte Kind. Er hasst Karl und tut alles, um ihn beim Vater in Misskredit zu bringen. Franz will sich endlich all das holen, was ihm immer verwehrt war. Werte zählen nicht mehr, schon gar nicht die Familie, deren Zerstörung er in Kauf nimmt. Enttäuscht und wütend kehrt Karl daraufhin der Gesellschaft den Rücken und schließt sich einer militanten Gruppierung zorniger junger Männer an. Die Bande, radikal in ihren Zielen – Freiheit! Unabhängigkeit! Unsterblichkeit! – und in der Wahl ihrer Mittel, sagt dem längst überkommenen System der Väter den Kampf an. Doch bald ist Gewalt um der bloßen Gewalt willen an der Tagesordnung, Idealismus schlägt um in Aggression.
Für den erst 22-jährigen Schiller hatten »Die Räuber« weitreichende Konsequenzen: Arrest, Aufführungsverbot des als »revolutionär« eingestuften Stücks durch fast alle deutschen Regierungen, Verbot, mit dem Ausland in Beziehung zu treten, schließlich Schreibverbot. Nach der Uraufführung 1782 floh er bei Nacht und Nebel aus Stuttgart: »Die Räuber«, so schrieb er 1784, »kosteten mir Familie und Vaterland«.
Lars Eidinger, in dieser Spielzeit in Thomas Ostermeiers Inszenierung als Hamlet zu sehen, gibt mit »Die Räuber« sein Regiedebüt in Zusammenarbeit mit den Studierenden des 3. Studienjahrs Schauspiel der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«.

Autor: Friedrich Schiller
Regie: Lars Eidinger
Ausstattung: Christoph Rufer
Kostüme: Esther Krapiwnikow, Lena Krapiwnikow
Akkordeon: Jan Jachmann
Dramaturgie: Irina Szodruch
Licht: Boris Kahnert

Maximilian von Moor und Pater: Urs Jucker
Karl von Moor: Tilman Strauß
Franz von Moor: Sebastian Zimmler
Amalia von Edelreich: Birte Schnöink
Spiegelberg: Claudius von Stolzmann
Schweizer: Grégoire Gros
Razmann: Toni Jessen
Schwarz: Felix Tittel

Dauer: ca. 120 Minuten