Eugen Onegin

nach Alexander Puschkin
Regie: Alvis Hermanis


Unter Verwendung der Übersetzung von Ulrich Busch

»Bin ich dein Opfer?« fragt die 17-jährige Tatjana in einer Zeile ihres Briefes den acht Jahre älteren Eugen Onegin. Voller Leidenschaft setzt die Gutsbesitzerstochter den Federkiel aufs Papier und verfasst bei Kerzenlicht die ganze Nacht hindurch ein flammendes Liebesgeständnis an einen Mann, den sie kaum kennt. Doch Onegin weist sie zurück. Er hat die grelle Welt des Petersburger Hochadels bis zum Überdruss genossen, auf Bällen getanzt und Schauspielerinnen umworben, bis der Tod eines Onkels ihm die Erbschaft eines Landguts bescherte. Nun verbringt der gelangweilte Dandy seine Zeit mit Ausreiten, Essen und Lesen. Abwechslung bieten ihm die Gespräche mit dem jungen, träumerisch idealistischen Dichter Lenski, der seine Verlobte Olga, die jüngere Schwester von Tatjana, vergöttert. Das mutige Bekenntnis Tatjanas ignorierend, flirtet Onegin auf einem Ball mit Olga. Lenski fordert ihn zum Duell, Onegins Kugel tötet ihn. Nach langer Reise kehrt
Onegin zwei Jahre später nach St. Petersburg zurück. Er trifft Tatjana wieder, die inzwischen mit einem General verheiratet und beliebte Gastgeberin im hauptstädtischen Gesellschaftsleben ist. Onegin verliebt sich über alle Maßen und gesteht ihr nun seinerseits in einem Brief seine Liebe...

Der lettische Regisseur Alvis Hermanis, der an vielen großen Häusern in Europa arbeitet,begibt sich mit der Bühnenadaption von Puschkins in den 1820er-Jahren entstandenem Roman in Versen auf Entdeckungsreise in die Figurenwelt der berühmtesten aller russischen Liebesgeschichten und deren reales Lebensumfeld.

Nach: Alexander Puschkin
Regie: Alvis Hermanis
Bühne: Andris Freibergs
Mitarbeit Bühne: Elena Zykova
Kostüme: Eva Dessecker
Dramaturgie: Carola Dürr, Florian Borchmeyer
Licht: Erich Schneider

Puschkin: Robert Beyer
Lenski: Sebastian Schwarz
Tatjana: Eva Meckbach
Olga: Luise Wolfram
Onegin: Tilman Strauß

Dauer: ca. 105 Minuten

(keine Pause)