Sitzung der »General Assembly« am 5. NovemberFoto: Daniel Seiffert, 2017
Sitzung der »General Assembly« am 5. November, Foto: Daniel Seiffert, 2017 
Sitzung der »General Assembly« am 5. NovemberFoto: Daniel Seiffert, 2017
Sitzung der »General Assembly« am 5. November, Foto: Daniel Seiffert, 2017 
Eröffnungssitzung der »General Assembly« am 3. NovemberFoto: Daniel Seiffert, 2017
Eröffnungssitzung der »General Assembly« am 3. November, Foto: Daniel Seiffert, 2017 
Eröffnungssitzung der »General Assembly« am 3. NovemberFoto: Daniel Seiffert, 2017
Eröffnungssitzung der »General Assembly« am 3. November, Foto: Daniel Seiffert, 2017 
Eröffnungssitzung der »General Assembly« am 3. NovemberFoto: Daniel Seiffert, 2017
Eröffnungssitzung der »General Assembly« am 3. November, Foto: Daniel Seiffert, 2017 
Eröffnungssitzung der »General Assembly« am 3. NovemberFoto: Daniel Seiffert, 2017
Eröffnungssitzung der »General Assembly« am 3. November, Foto: Daniel Seiffert, 2017 
Sitzung der »General Assembly« am 5. NovemberFoto: Daniel Seiffert, 2017
Sitzung der »General Assembly« am 5. November, Foto: Daniel Seiffert, 2017 
Eröffnungssitzung der General Assembly am 3. November 2017Foto: Daniel Seiffert, 2017
Eröffnungssitzung der General Assembly am 3. November 2017, Foto: Daniel Seiffert, 2017 
 

General Assembly: 4. Plenarsitzung – Cultural Global Commons

von Milo Rau / IIPM

05.11.2017, 10.00–13.00

Die technologischen Revolutionen der letzten zwanzig Jahre haben vielen Menschen weltweit den Zugang zu Informationen und Kulturgütern ermöglicht, die vorher exklusiv oder regional waren. Diese Entwicklungen verschärfen eine Reihe von transnationalen kulturellen Konflikten, die um die Widersprüche zwischen Forderungen nach universellen Kulturgütern und kulturellen Werten und regionalen oder nationalen Traditionen und Praktiken kreisen. Dabei werden Vertreter/innen von universellen Werten oft hegemoniale Interessen unterstellt, Vertreter/innen lokaler Traditionen geraten in den Verdacht des Extremismus. In der »General Assembly« verhandeln über kulturelle Grundsätze, Freiheiten und Erinnerungspolitik die Zerstörer/innen und Kurator/ innen von Kulturgütern, die Künstler/innen und die provozierten religiösen Vertreter/innen, die Nachkommen der Kolonialherren und ihre Archive sowie die vergessenen Toten.

Abgeordnete: Handan Aksu (türkische Bloggerin), Aral Balkan (Cyborg- Aktivist), Dyab Abou Jahjah (Aktivist aus dem Libanon), Meera Jamal (pakistanische Journalistin im Exil), Israel Kaunatjike (Herero-Aktivist), Kim Lee (polnische Drag Queen), Maxim Shevchenko (russischer Journalist, Experte für Religionspolitik), Bernadus Clinton Swartbooi (ehemaliger Minister für Landwirtschaftsreform in Namibia) u. a.

LIVESTREAM

 

General Assembly

Auf globaler Ebene existieren keine demokratischen Strukturen, die den Weltmarkt regulieren, völkerrechtliche Verstöße verfolgen oder ökologische Entwicklungen in sinnvolle Bahnen leiten könnten. Die »General Assembly«, die 60 Abgeordnete aus der ganzen Welt in Berlin versammelt, füllt mit ihrem Entwurf eines tatsächlichen Weltparlaments diese Leerstelle. In fünf Plenarsitzungen fragen die Abgeordneten der »General Assembly«, wo wir als Weltgemeinschaft stehen und was zu tun ist – sozial, ökologisch, technologisch, politisch. Was bedeutet politische Souveränität im Zeitalter der Globalisierung? Wie verhalten sich die Interessen der Weltbevölkerung zu den demokratischen Prinzipien der Nationalstaaten? Wessen Forderungen nach Unabhängigkeit, Würde und Glück können zu den Forderungen der ganzen Menschheit werden? An die Stelle eines Lokalparlaments tritt ein Globalparlament, das die Mitglieder der neu gewählten deutschen Regierung auffordert, sich anzuschließen. Das erste Weltparlament der Menschheitsgeschichte, begleitet von einer Gruppe internationaler politischer Beobachter, gipfelt in der Verabschiedung der »Charta für das 21. Jahrhundert«.
Die General Assembly wird live übertragen nach Brüssel (Théâtre National Wallonie-Bruxelles), Gent (NTGent), Hamburg (Thalia Theater), München (SPIELART Festival) und Paris (Théâtre Nanterre-Amandiers).

Programm

Freitag, 3. November, 19–21 Uhr: Eröffnungssitzung
Samstag, 4. November, 10–13 Uhr: 1. Plenarsitzung – Diplomatische Beziehungen, Sanktionen und Kriege
Samstag, 4. November, 13.30–16.30 Uhr: 2. Plenarsitzung – Die Regulierungen der globalen Wirtschaft
Samstag, 4. November, 17–20 Uhr: 3. Plenarsitzung – Migration und Grenzregime
Sonntag, 5. November, 10–13 Uhr: 4. Plenarsitzung – Cultural Global Commons
Sonntag, 5. November, 13.30–16.30 Uhr: 5. Plenarsitzung – Natural Global Commons
Sonntag, 5. November, 17–19 Uhr: Schlusssitzung

Eintritt: jede Sitzung 5 Euro (ermäßigt 2,50), Kombi-Ticket für alle 7 Sitzungen: 25 Euro

Die General Assembly wird live übertragen nach Brüssel (Théâtre National Wallonie-Bruxelles), Gent (NTGent), Hamburg (Thalia Theater), München (SPIELART Festival) und Paris (Théâtre Nanterre-Amandiers).

Weitere Informationen und Livestream der Plenarsitzungen auf www.general-assembly.net

Konzept und Regie: Milo Rau
Bühne und Ausstattung: Anton Lukas
Dramaturgische Mitarbeit: Stefan Bläske

Am 3., 4. und 5. November 2017

Die »General Assembly« ist eine Produktion des IIPM – International Institute of Political Murder in Koproduktion mit der Schaubühne am Lehniner Platz, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Spartenoffene Förderung Berlin durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und die Bundeszentrale für politische Bildung und unterstützt durch Brot für die Welt, European Center for Constitutional and Human Rights – ECCHR, medico international, Rettet den Regenwald und die Rosa-Luxemburg-Stiftung.

In Kooperation mit: Agit Polska, Bahrain Watch, Berlin Postkolonial, Bundesweiter Koordinationskreis gegen Menschenhandel, Club der polnischen Versager, Diem25, European Alternatives, FUTURZWEI, Germanwatch, Gesellschaft für bedrohte Völker, Initiative Schwarze Frauen in Deutschland – ADEFRA, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland – ISD, int.ie, Kampagne für ein Parlament bei der UNO / Democracy Without Borders, Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg, Kurdische Gemeinde Deutschland, Oficina Precaria Berlin / 15 M, Open Knowledge Foundation Deutschland, Plough Back The Fruits - basflonmin.com, PowerShift, Reporter ohne Grenzen, RomaTrial, Tierfabriken Widerstand, Urgewald, Voix des Migrants, Welthungerhilfe u. v. a.