Othello

von William Shakespeare
Regie: Thomas Ostermeier


Deutsch von Marius von Mayenburg
Eine Koproduktion der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin mit dem Hellenic Festival 2010.

+++ Presseresonanz zum Gastspiel in Paris +++
»Le Monde«: www.lemonde.fr/culture/article...
»Les Echos«: www.lesechos.fr/culture-loisir...
»Evene«: www.evene.fr/culture/agenda/ot...

Shakespeares um 1604 entstandenes Stück gehört neben »Hamlet« und »König Lear« zu den großen, späten Tragödien des Dichters, die sich durch besonders präzise Menschenbeobachtung und psychologische Tiefe auszeichnen. Die paranoide Dynamik von Eifersucht ist hier so eindrücklich nachgezeichnet, dass die Figur des Othello zu ihrem sprichwörtlichen Repräsentanten geworden ist. Dabei gerät oft aus dem Blick, dass mit Iago die aktivste Figur des Dramas von Neid getrieben ist und von dem Gefühl, gedemütigt und zu kurz gekommen zu sein. »Othello« handelt von männlicher Konkurrenz, männlichen Karrieren und den subtilen Strategien gesellschaftlicher Ausgrenzung, von Rassismus und Sexualität. Und obwohl Shakespeare viele Fährten legt, bleibt das Stück ein irritierendes Rätsel: Warum geht Desdemona sehenden Auges in ihr Verderben, warum zerstört Iago Othello und warum zerstört Othello sich selbst?

Nach »Ein Sommernachtstraum« und »Hamlet« war »Othello« Thomas Ostermeiers dritte Beschäftigung mit Shakespeare, gefolgt von »Maß für Maß« in der Spielzeit 2011/12.

Autor: William Shakespeare
Regie: Thomas Ostermeier
Bühne: Jan Pappelbaum
Kostüme: Nina Wetzel
Musik: The Polydelic Souls
Musikalische Leitung: Nils Ostendorf
Video: Sébastien Dupouey
Dramaturgie: Marius von Mayenburg
Licht: Erich Schneider
Kampfchoreographie: René Lay

Othello: Sebastian Nakajew
Brabantio, Lodovico, Herr (2. Akt): Thomas Bading
Cassio: Tilman Strauß
Iago: Stefan Stern
Roderigo: Niels Bormann
Doge: Erhard Marggraf
Senator, Montano, Gratiano: Ulrich Hoppe
Desdemona: Eva Meckbach
Emilia: Luise Wolfram

Saxophon: Ben Abarbanel-Wolff
Orgel, Keyboard: Thomas Myland
Trompete: Nils Ostendorf
Schlagzeug: Max Weissenfeldt

Dauer: ca. 160 Minuten


Gastspiele

Epidaurus (August 2010)
Barcelona (Dezember 2010)
Paris (März 2011)
Zagreb (September 2011)
Rennes (November 2011)
Toulouse (Februar 2012)