22.05.2016, 12.00

Streitraum: Wann ist ein ›Nein‹ ein ›Nein‹ oder: Das Sexualstrafrecht vor und nach Köln

Carolin Emcke im Gespräch mit Christina Clemm (Rechtsanwältin), Hilal Sezgin (Journalistin), Jürgen Thiele (Leiter des Dezernates für Sexualdelikte im Landeskriminalamt Berlin)


Seit den Ereignissen von Köln gibt es eine erhöhte Aufmerksamkeit für das Sexualstrafrecht. Während weitestgehende Einigkeit darin bestand, Frauen besser vor sexuellen Übergriffen schützen zu wollen, zeigten und zeigen sich tiefe Zerwürfnisse über die Frage, mit welchen Mitteln sich das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung am nachhaltigsten garantieren ließe. Muss sich eine Frau gegen einen Übergriff wehren oder reicht auch, dass sie eindeutig und explizit mit einem »Nein« ihre Ablehnung bekundet? Was sagt es über die eigene Kultur aus, wenn das »Nein« als nicht hinreichend erklärt wird? Aber auch jenseits der juristischen Instrumente muss nachgefragt werden: Welche sozialen oder kulturellen Faktoren begünstigen oder erschweren sexuelle Gewalt gegen Frauen? Welchen Hindernissen sehen sich Ermittler gegenüber, die versuchen, Sexualdelikte aufzuklären und zur Anklage zu bringen? Wen schützt das neue, gerade geänderte Sexualstrafrecht? Welche Taten können nun geahndet werden?


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