18.12.2016, 12.00

Streitraum: Durchlässige Grenzen

Carolin Emcke im Gespräch mit Herfried Münkler und Marina Münkler


Bei einem Blick auf die Geschichte erweisen sich die Flucht- und Wanderungsbewegungen der Gegenwart keineswegs als Ausnahme, sondern als Normalität. Grenzen waren immer wieder auch durchlässige Grenzen, die überschritten wurden. In ihrem Buch »Die neuen Deutschen« stellen sich Herfried und Marina Münkler dem Versuch, Deutschland angesichts der Flüchtlingskrise« neu zu entwerfen. Deutschland hat sich immer wieder mit neuen Menschen neu aufgestellt. In der Diskussion um Identitäten und eine gelungene Integration werden jedoch oft divergierende Kräfte freigesetzt. Wie viel Verschiedenheit kann eine offene Gesellschaft aushalten, wie viel kulturelle Anpassung ist nötig? Welche Strategien brauchen wir, um die kollektive Selbstreflektion eines »Deutsch-Seins« in neue Visionen und nicht in eine Spaltung der Gesellschaft münden zu lassen?


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