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Tartuffe

von Molière
Regie: Michael Thalheimer


Deutsch von Wolfgang Wiens

Die Familie des Orgon misstraut Tartuffe, und das umso mehr, als der Hausherr ihm immer mehr Vertrauen schenkt. Das Misstrauen behält recht: Tartuffe ist ein religiöser Heuchler, der die Gutgläubigkeit missbraucht, um sich persönlich zu bereichern. Molières Gegner waren die heuchlerischen Geistlichen seiner Zeit, die mit all ihrer Macht die Aufführung des »Tartuffe« verhindern wollten.
Molière führt den Heuchler und sein Opfer einem Publikum vor, das keinen Moment darüber im Zweifel gelassen wird, welche schlechten Absichten hier verfolgt werden und wie naiv Orgon sein muss, um diese nicht sehen zu können. Das Böse bezieht seine Macht nicht aus seiner unerkennbaren Gestalt, sondern ganz im Gegenteil, das Böse ist kinderleicht zu erkennen. Doch Orgon ist, wie wir alle, immer wieder dazu gezwungen, Menschen und der Welt zu vertrauen, wenn er leben will: Ohne Vertrauen wird jedes menschliche Verhältnis unmöglich. Außerdem ist das Böse manchmal auch ganz passend für unsere eigenen Pläne. Und was wäre, wenn Tartuffe heute die Wahrheiten verkörpert, die die Welt hören will?

Von: Molière
Regie: Michael Thalheimer
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Nehle Balkhausen
Musik: Bert Wrede
Dramaturgie: Bernd Stegemann
Licht: Erich Schneider

Orgon: Ingo Hülsmann
Elmire: Regine Zimmermann
Tartuffe: Lars Eidinger
Dorine: Cathlen Gawlich
Mariane: Luise Wolfram
Damis: Franz Hartwig
Valère: Tilman Strauß
Cléante: Kay Bartholomäus Schulze
Madame Pernelle: Felix Römer
Monsieur Loyal: Urs Jucker

Dauer: ca. 105 Minuten


Gastspiele

Moskau (November 2014)
Montreal (Mai 2015)
Ludwigshafen (Dezember 2015)



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