Tod eines Handlungsreisenden

von Arthur Miller
Regie: Luk Perceval


Deutsch von Volker Schlöndorff und Florian Hopf

Willy Loman, seit sechsunddreißig Jahren reisender Handelsvertreter, ist am Ende. Seine Stammkunden sind verzogen oder verstorben, die Verkaufsmethoden seiner jüngeren Kollegen sind gewinnbringender als seine und die unzähligen Autofahrten sind inzwischen eine Qual. Auch im Privatleben gibt es kein Entrinnen, denn die längst erwachsenen Kinder sind faul und erfolglos. Als ihn der neue junge Chef feuert, gerät Willy in eine existenzielle Sinnkrise. Er sieht nur einen Weg aus der aussichtslosen Zukunft in einem herzlosen kapitalistischen System: Selbstmord, als Autounfall getarnt, damit die Restfamilie mit der Summe der Lebensversicherung neu starten kann.

»Tod eines Handlungsreisenden«, 1949 in New York uraufgeführt, ist eine Gesellschaftstragödie und die Geschichte eines Identitätsverlustes und Generationskonfliktes: Loman, Prototyp eines kleinen Geschäftsmanns, wird zum Opfer des amerikanischen Traums von Erfolg und finanziellem Wohlstand und des eigenen Versagens als Vater.

Autor: Arthur Miller
Regie: Luk Perceval
Bühne: Katrin Brack
Kostüme: Ilse Vandenbussche
Dramaturgie: Maja Zade
Licht: Mark Van Denesse

Willy Lomann: Thomas Thieme
Linda: Carola Regnier
Biff: Bruno Cathomas
Happy: André Szymanski
Bernhard: Ulrich Hoppe
Die Frau: Christina Geiße
Charley: Michael Rastl
Onkel Ben: Marcus Schinkel
Howard Wagner: Christian Schmidt

Dauer: ca. 105 Minuten

(keine Pause)