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Viel Lärm um Nichts

von William Shakespeare
Regie: Marius von Mayenburg


Deutsch von Marius von Mayenburg

Die Rebellion ist niedergeschlagen, Fürst Don Pedro kehrt mit seinen Leuten als Sieger aus der Schlacht zurück – Pedros Bruder, Don John, als Gefangener. Der Triumph soll bei Leonato gefeiert werden: mit Faulenzen, Essen, Alkohol und einem Kostümfest. Der junge Claudio und Leonatos Tochter Hero kommen sich dabei näher, rasch wird die Hochzeit beschlossen. Don John wittert eine Chance, erneut Unheil zu stiften. Er inszeniert vor Claudios Augen eine Szene, in der Hero diesen mit einem anderen Mann zu betrügen scheint. Claudio ist außer sich und fasst sofort den Plan, Hero vor allen Leuten zu blamieren. Währenddessen schmieden die anderen Partygäste eine weitere Intrige: Benedick und Beatrice, die sich seit Jahren mit Worten bekriegen, sollen zusammengebracht werden. Bald werden die Inszenierungen und Intrigen immer verwirrender, auf dem Faschingsfest wechselt man die Identität so schnell wie die Maske, bis kaum noch jemand den Überblick hat, wer wer ist, was Theater und Behauptung, was Realität und Wahrheit ist.
Shakespeares Komödie »Viel Lärm um nichts« ist vor allem bekannt wegen Beatrice und Benedick, des Liebespaares wider Willen. Die eigentlich als Nebenhandlung eingeführte Geschichte dieses rhetorisch virtuosen Paars, das sich so sehr gegen die Liebe wehrt und ihr bei der ersten Gelegenheit verfällt, täuscht mit seiner Heiterkeit leicht über die Abgründe der Haupthandlung hinweg. Shakespeare zeigt hier die Liebe als ein soziales Konstrukt, das sehr zerbrechlich ist und schnell an gesellschaftlichen Konventionen zerschellt – oder eben durch gesellschaftliche Intervention zustande kommt.

Von: William Shakespeare
Regie: Marius von Mayenburg
Bühne und Kostüme: Nina Wetzel
Musik: Claus Erbskorn, Thomas Witte
Video: Sébastien Dupouey
Dramaturgie: Maja Zade
Licht: Erich Schneider

Pedro/John: Robert Beyer
Claudio: Moritz Gottwald
Benedick: Sebastian Schwarz
Beatrice: Eva Meckbach
Hero: Jenny König
Leonato/Margaret: Kay Bartholomäus Schulze
Borachio/Francis: Bernardo Arias Porras

Dauer: ca. 135 Minuten

(keine Pause)