Die ZwiefachenMeine Lieder singe ichWEGNichts hält mich davon abEiner kommt durchSchicksalGang a bong Get it onAnderweltGummo Gamma GimmiAtemtauschenIch sitz an LandFreundschaft
Die Zwiefachen...
Spaß an Kultur braucht kein Abitur… sind das Jugendtheaterprojekt der Schaubühne. Seit 1999 arbeitet die Theaterpädagogin Uta Plate mit der auf ihre Initiative hin gegründeten Gruppe. Damals warb Uta Plate in betreuten Jugendwohnprojekten für eine Theatergruppe. Viele Jugendliche kamen mit, einige blieben, »Die Zwiefachen« waren geboren. Und mit ihnen der Wunsch, etwas zu erzählen, was ihnen nahe ist. Die Theaterarbeit an der Schaubühne gibt ihnen die Bühne als Plattform, dies auszudrücken. Kein Casting bestimmt die Aufnahme, sondern allen gemeinsam ist eine Biografie, geprägt von Rückschlägen und wenig Unterstützung.
Die Arbeit reicht von Tanz bis Gesang, von Schreiben bis Improvisieren und bietet ihnen Chancen und Möglichkeiten, die sie bisher selten hatten. Es geht darum, den Akteuren Theater als vielschichtiges Ausdrucksmittel zugänglich zu machen, damit sie ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Ideen in Szene setzen und in einem öffentlichen Diskurs verhandeln können. Die Produktionen werden an der Schaubühne als auch auf nationalen und internationalen Festivals präsentiert.
»Meine Lieder singe ich«
von »Die Zwiefachen«, Jugendtheaterprojekt der SchaubühneUraufführung
Regie: Uta Plate, Bühne: Sarah Roßberg, Kostüme: Teresa Grosser
Dramaturgie: Irina Szodruch; Regieassistenz: Dennis Dringelburg, Katharina Feuerhake
Mit: Friederike Berg, Simon Karmoll, Benedict Kunze, Gregor Löbel, Janine Quaegwer, Astrid Pendarvis, Stylianos Zervoudakis
> Premiere am 4. Juli 2009
Weitere Vorstellungen am 5., 8. und 9.7.2009©
Stell dir vor, ein Pappkarton ist dein Haus. Laute Musik dringt durch die Wand, dein Telefon klingelt immerzu und das Klo ist mal wieder besetzt. Stell dir vor, du streitest mit deiner Freundin, singst ihr ein Lied voller Offenbarungen und sie wird zum Vampir. Stell dir vor, du trittst hinaus, gehst nach links, doch rechts ist noch ein zweiter Weg. Du willst auf dein Herz hören und weißt trotzdem nicht, wo lang. Stell dir vor, dein Karton wird zum Königreich, und alle spielen mit.
Die Zwiefachen erarbeiten eigene Produktionen durch Spiel- und Tanzimprovisationen sowie Schreibworkshops. Ausgangspunkt sind die Biographien, Phantasien und Haustiere der Spieler.
Voraufführungen im Rahmen des »20. Bundestreffen für Jugendclubs an Theatern« (12. bis 17.Mai, Dresden) und »Klubszene« (12. bis 14. Juni, Berlin)
»WEG«
von Die ZwiefachenRegie: Uta Plate, Bühne + Kostüme: Sophie du Vinage
Künstlerische Mitarbeit: Daniel Kilzer, Steve Massy, Lydia Ziemke
Mit: Grete Gehrke, Simon Karmoll, Jennifer Lambrecht, Fabian Linß, David Pakzad, Astrid Pendarvis, Janine Quaegwer
Premiere am 5. Juli 2008, 20.30 Uhr in der Schaubühne Berlin
Weitere Vorstellungen am 6., 7., 13. Juli 2008, je 20.30 Uhr
Acht junge Reisende auf ihrer eigenen Odyssee. Sie durchqueren persönliche Schlachtfelder, erleben den Vater als Kannibalen, werden gefangen von ihrem Zyklopen-Lehrer und kalypsoartig von einem drogenabhängigen Freund verführt. Ihr Antrieb ist der Wille, voranzukommen. Nicht stehen bleiben. In Abgründe fallen. Aufstehen, weitergehen. Während ihrer Abenteuer treffen sie unvermutet andere Reisende und tauschen Geschichten, Düfte, Tänze, Spiele und Musik.
»WEG« haben sie im künstlerischen Austausch mit ihrer nepalesischen Partnertheatergruppe, dem Aarohan Theatre (Kathmandu) im Rahmen des Festivals »Contacting the world« entwickelt. Das Festival findet im Juli in Liverpool statt. Dort werden die Zwiefachen und das Aarohan Theatre aufeinander treffen und sich gegenseitig und dem Publikum ihre Inszenierung präsentieren.
»Nichts hält mich davon ab»
»Nichts hält mich davon ab»Uraufführung im Juni 2007Die Zwiefachen haben eine Spielzeit lang mit Jugendlichen aus dem Collegium Martineum, einem Internat eines Dorfes in Südungarn, einen theatralen Tauschhandel betrieben. Nach einem abschließenden 2-wöchigen gemeinsamen Probenprozess in der Leitung von Uta Plate, Janos Kardos, Beáta Nagy und András Sereglei wurde im Juni/Juli die bilinguale Produktion »NICHTS HÄLT MICH DAVON AB - NEM TARTHAT VISSZA SEMMI ATTÓL« an der Schaubühne präsentiert.
Kultur und national übergreifend sind Geschichten, in denen sich zum einem die Jungen, zum anderen die Mädchen für das große Ausgehen fertig machen oder beispielsweise die Utopievorstellungen, die in synchron sprechenden deutsch-ungarischen Doppelwesen dargestellt wurden.
Die gemeinsame Inszenierung erzählt von Erinnerungen, Gerüchen, Plänen und Stolpersteinen im Leben der Jugendlichen und natürlich auch von den neu gewonnenen sozialen und künstlerischen Kompetenzen.
»Einer kommt durch«
Uraufführung im Mai 2006Das Stück Einer kommt durch hatte im Rahmen der »KLUBSZENE - Festival der Jugendclubs« an Berliner Bühnen» Vorpremiere und folgte der Einladung des 17. Bundestreffen der Jugendclubs an Theatern nach Jena und Weimar.
Mit: Jasmin Brittig, Lisa Brodöhl, Xenia Franzke, Grete Gehrke,
Jennifer Lambrecht, Mauricio Ignazio Pereyra, Jerome Schwandt, Junior Sone, Parameswararn Sivabala Sundaram, Gerdy Zint
»Schicksal«
Uraufführung am 19. Mai 2005Drei Theater-Gruppen treffen aufeinander: zwei in Freiheit, eine unter Verschluss!
Im Spiel vernetzen sich ihre Lebenslinien. Was entscheidet über den Lebensweg? Was macht banale Zufälle zu Wendepunkten des Lebens? Welche Chancen hast du, welche kriegst du nie? Oder laufen wir sowieso wie kleine Hamster im Rad immer auf derselben Stelle?
Vorstellungen im Kultursaal der Jugendstrafanstalt Berlin
Kooperationsprojekt mit:
aufBruch-Theaterprojekt mit Straftätern in der Jugendstrafanstalt Berlin, DIE ZWIEFACHEN/Schaubühne, Studententheaterclub des carrousel Theaters/ASFH Berlin. Gefördert
aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Unterstützt durch die JSA Berlin, JVA Tegel, Kunst & Knast e.V., carrousel Theater, ASFH Berlin, Schaubühne am Lehniner Platz.
Mit (u.a.): Erol Ates, Alexander Düring, Gosem Franck, Marie Luise Franzke, Ulf Gehrke, Leyla Naz, Pauline Völker, Gerdy Zint
Regie: Christina Emig-Könning, Uta Plate, Anja Sczilinski
Bühne und Kostüme: Magda Willi
»Gang a bong Get it on«
Jugendtheaterprojekt »Die Zwiefachen«Uraufführung am 11. Juni 2005
Wer sagt denn hier, wo´s lang geht? Der Dämon mit dem Koks-Zaubertrank, der die Mutter verführt? Die Tussi, die dich beim Dicke-Mädchen-Casting aussortiert? Oder die Frau, die dich tröstet und deine beste Freundin wird? Zufallsbegegnungen und Schicksalsschläge hauen einen um. Aufstehen, weitergehen, nach vorne gucken – aber wo ist das?
Die Zwiefachen begeben sich zusammen mit Jugendlichen aus London auf eine Achterbahnfahrt durch ihre Lebensgeschichten.
Eine Kooperation der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin, »National Theatre / Art of Regeneration and Roundhouse Theatre London«.
Gefördert durch das British Council.
Mit: Erol Ates, Alexander Düring, Gosem Franck, Marie Luise Franzke, Ulf Gehrke, Leyla Naz, Pauline Völker, Gerdy Zint und 8 Jugendlichen aus London
Regie: Uta Plate, Bühne und Kostüme: Magda Willi
»Anderwelt«
Jugendtheaterprojekt »Die Zwiefachen«Uraufführung am 11. Juni 2004
We want the world and we want it now. Aber was macht man mit ihr, wenn man sie hat? Neun Jugendliche auf der Bühne. Ihre Utopien sind so unterschiedlich wie sie selbst: Der eine lässt alle als fliegende Samuraikämpfer in die Lüfte steigen. Eine andere wird in eine fremde Galaxie gebeamt, wo Frösche mit bizarren Sexualpraktiken sie verfolgen. Wieder ein anderer wünscht sich eine Welt, in der alle Arbeit von Robotern verrichtet wird; doch auch dort ist noch ein Mensch nötig - um die Brennstäbe der Roboter auszutauschen: das kleine Rädchen im System, genannt Aki. Er zeigt uns sein Leben in der Tupperboxwelt mit dem Highlight des Tages, das Tupperboxhüpfen. In den sogenannten Komplexen einer weiteren Welt werden in Labors Stimmungstapeten, Hunölfe und Hühnerteile ohne Köpfe gezüchtet. Doch die Entwicklung läuft weiter, und am Ende bleibt eine dicke Zitronenhaut.
»Anderwelt« erzählt verschiedene Phantasien unserer Zukunft, die sich miteinander zu einer Geschichte verflechten.
Für dieses Stück schrieben »Die Zwiefachen» in Kooperation mit der Autorin Eileen Zabo Texte, die die Themen Utopie, Anti-Utopie und Wirklichkeitsverschiebung umkreisen.
Zudem liessen sie sich von dem neuen Roman »Oryx and Crake«, einer düsteren Science Fiction-Erzählung der Schriftstellerin Margarete Atwood, sowie von Stanislav Lems »Die Rückkehr von den Sternen«; Douglas Adams »Per Anhalter durch die Galaxie« und Paul Austers »Im Land der letzten Dinge« bei der Theaterarbeit inspirieren.
Mit Mikel Aristegui, Tänzer an der Schaubühne, erforschten sie ihr Bewegungsvokabular. Der Stimmbildner Pit Wuttke unterstützte die Stimmeskraft.
Mit: Erol Ates, Tögöldör Battsengel, Kathrin Börner, Xenia Franzke, Susan Lucas, Robert Nickisch, Theresa Rose, Pauline Völker, Gerdi Zint
Regie: Uta Plate, Bühne und Kostüme: Magda Willi
»Gummo Gamma Gimmi«
Jugendtheaterprojekt »Die Zwiefachen«Uraufführung am 23. Juni 2003
Das Leben ist ein erbarmungsloses Spielfeld. Jeder sieht im Anderen ein Hindernis, das es zu schwächen gilt. In den Revierkämpfen wird die Suche nach überlebenswichtigen Nischen immer erbitterter. Wer nicht richtig funktioniert, fliegt raus, verliert den Arbeitsplatz, die Wohnung, das Asyl. Der Druck wird unerträglich, die Figuren sprengen gemeinsam den Rahmen und feiern ihre befreite Welt als Gummo Gamma Gimmi.
»Damit ein für allemal Schluss ist, schließen wir uns zusammen zu einem Lügenlöser-Tabs. Dann hätten wir bei jedem Waschgang weniger Lügner. Die anderen bräuchten dann keine Angst mehr zu haben. So viel Freiheit, in diesem Meer von Möglichkeiten. Schluss mit Brechbohnen, denn Brillenträger brauchen auch Liebe. Es ist ein Tag großer Entscheidungen! «
Mit: Errol Ates, Tögöldör Battsengel, Kathrin Börner, Xenia Franzke, Carolin Hofer, Susan Lucas, Leyla Naz, Robert Nickisch, Attila Sökmen, Pauline Völker, Gerald Wagner, Gerdi Zint
Regie: Uta Plate
Regiemitarbeit: Jule Koch, Käthe Lorenz
Bühne und Kostüme: Nina Hüsges
»Gummo Gamma Gimmi» wurde zu dem internationalen Fachforum THEATERüberLEBEN/Theatre of Relevance im Mai 2003 in Hannover eingeladen und hatte zahlreiche Aufführungen im Rahmen des ökumenischen Kirchentages in Berlin.
»Atemtauschen«
Jugendtheaterprojekt »Die ZwiefachenUraufführung an der Schaubühne am 28. Juni 2002
Die Basis der 3. Eigenproduktion »Atemtauschen« sind die in einem Schreibworkshop entstandenen Texte über Tag- und Nachtträume, Freundschaften und Kinderspiele. In der Theaterarbeit haben wir dann Motive aus den Romanen »Fräulein Niemand» (Tomek Tryzna) sowie »Kinder der Nacht« (Jean Cocteau) mit den eigenen Texten verwoben wie in einem ganz realen Traum.
»Je weniger ich dort bin, desto mehr bin ich hier«
Man fließt vor Angst in eine Ritze in den Holzboden, versickert langsam im Erdreich.
Ein Dinosaurier, den man zeichnet, schaut einen plötzlich an. Man wird leichter und leichter und fliegt durch Quellwolken, die einen wie ein Bad aus Milch umhüllen.
»Das ist nicht unsere Tochter. Das ist irgendeine dahergelaufene Schlampe.»
Nicht gesehen zu werden. Ein Niemand zu sein, um dann jemanden zu finden, mit dem man etwas erlebt, das so viel größer ist als das, was man bisher kannte.
»Du führst meine Befehle aus und ich deine. Aber es ist nicht nur ein Spiel. Der Schwur gilt fürs ganze Leben.»
Jeder, der fällt, bekommt irgendwann Flügel.
Mit: Kathrin Börner, Olaf Danilsen, Xenia Franzke, Carolin Hofer, Susan Lucas, Attila Sökmen, Gerald Wagner, Patrick Wolf, Gerdi Zint
Regie: Uta Plate
Regiemitarbeit: Barbara Held, Jule Koch, Lenka Maria Wolf
Bühne und Kostüme: Nina Hüsges
»Atemtauschen» wurde zum 23. Theatertreffen der Jugend (Berliner Festspiele) im Mai 2002 eingeladen.
»Ich sitz an Land»
Jugendtheaterprojekt »Die Zwiefachen»Voraufführung am 10. Juni 2001
Premiere am 13. Juli 2001
Ein Zeichen taucht auf. Ein Zeichen führt Leute zusammen, die sich vorher nicht kannten. Einer hat den Plan zu einer geheimen Insel. Dorthin kann man aufbrechen. Einige kommen mit. Einige kommen nach. Sie kommen aus unterschiedlichen Lebenswelten, doch eines ist ihnen gemeinsam: sie wollen raus. Sie wollen eine bessere Welt, nein, die beste.
»Ich mußte gehen. Ich konnte nicht mehr. Wär ich geblieben, würde ich heute nicht mehr leben«
Mit Jenny Berger, Birgit Binder, Kathrin Börner, Olaf Danilsen, Xenia Franzke, Susan Lucas, Attila Sökmen, Ingolf Wagner, Patrick Wolf, Gerdi Zint
Regie: Uta Plate
Regie-Mitarbeit: Giuliana Middelhoff, Anja Sczilinski
Bühne/Kostüme: Nina Hüsges
Musik: Joanna Dudley
Mit der Inszenierung »Ich sitz an Land» bewarb sich das Projekt erfolgreich für das 12. Bundestreffen »Jugendclubs an Theatern» und wurde im Juni 2001 nach Mainz eingeladen.
»Freundschaft«
Das Stück »Freundschaft« erzählt die autobiografischen Lebensgeschichten der Jugendlichen. Collagenartig wird das Aufwachsen in einer Familiensituation, die Unterdrückung bedeutet, gezeigt - der Kampf, der Ausbruch - und die Freundschaft als den Zusammenhang, der ihnen am meisten bedeutet. »Drei Tage vor meinem 8. Geburtstag ging ich durch eine Gasse und weinte, weil 8 ne Scheißzahl ist und 7 meine Lieblings-Glückszahl.« »Ich hatte in Berlin einen ganz braven Hasen gehabt. Er hat gemacht, was ich ihm gesagt habe, er war wie ein Kind für mich. Aber leider hat er Selbstmord begangen und ist gestorben.» »Zu schnell zu alt geworden.«Mit Jenny Berger, Birgit Binder, Kathrin Börner, Olaf Danilsen, Xenia Franzke, Monika Lapczyk, Susan Lucas, Özgür Özata, Julia Pauly, Lucie Schulze, Diana Siegel, Ömer Taskiran, Conny Warmuth
Regie: Uta Plate, Thomas Bading
Regiemitarbeit: Norma Köhler, Mithra Zahedi
Bühne/Kostüm: Nina Hüsges
Die Produktion »Freundschaft» nahm an dem Jugendtheaterfestival »1000 Jahre - 1000 Geister» in Berlin am Juni 2000 teil und erhielt dort den ersten Preis.












