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schaubühne berlin
 
 

»Feuergesicht«


von Marius von Mayenburg
Regie: Thomas Ostermeier
Eine Produktion des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg

Übernahme einer Produktion des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg
Kurt liest Heraklit, bastelt Bomben und liebt Olga, seine Schwester. Als die sich vom älteren Paul und seinem Motorrad verführen lässt, beginnt er, Brände in der Nachbarschaft zu legen. Die Eltern begegnen den Kindern, die sich immer stärker abkapseln, mit liebevoller Hilflosigkeit, bis die Situation im Einfamilienhaus eskaliert.

„Mutter: Seine Geburt: Er kam mit dem linken Fuß zuerst auf die Welt, den hat er herausgestapft, aber mit beiden Händen hat er sich fest in meinen Bauch gekrallt. Ich hab gedacht, er wird mir alles herausreißen, wenn sie ihn aus mir herausziehen. Sie haben immer wieder in mein Ohr gebrüllt, nicht aufgeben, gib es nicht auf, das Kind, aber ich hab schon nicht mehr gewusst, welches Kind. Als ich ihn gesehn hab, später, da hatte er die Augen zugekniffen und den Mund. Ich hab gewusst, er schläft nicht. Die ersten Tage hat er die Augen nicht aufgemacht. Sie ham ihm die Lider hochgezogen und mit der Leuchte hineingestrahlt in seine Pupillen. Da hat er nur kalt ins Licht gesehn und nicht geweint. Das ist ihm geblieben.“


Besetzung

Kostüme
Dramaturgie
Marius von Mayenburg
Tilman Raabke

Vater
Mutter