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schaubühne berlin
 
 

»Cheech«


von François Létourneau
Deutsch von Frank Heibert
Eingerichtet von Sebastian Nübling

An diesem Tag kommen die Männer von Chrysler in die Stadt. Für Rons Hostessenservice soll es das ganz große Geschäft werden, endlich der Durchbruch in eine andere Liga. Doch der Tag läuft völlig aus dem Ruder. Als das Präsentationsbooklet verschwindet, fällt der Verdacht auf Cheech den großen Konkurrenten. Gestärkt durch den Selbsthilfeaudiokasettenkurs zur Bekämpfung seiner Depressionen nimmt Ron den Kampf auf. Er lässt alle Mädchen neu fotografieren, um den Auftrag an Land zu ziehen. Doch Stéphanie erscheint nicht, auch sie ringt mit ihrer Depression, eingeschlossen im Bad eines Kunden, mit aufgeschnittenen Pulsadern. Dabei tut Rons hoffnungslos romantischer Assistent Maxime alles, um ihr zu helfen, er setzt sein Leben nicht nur beim Raubüberfall auf einen Drugstore aufs Spiel, um ihr Antidepressiva zu besorgen. Auch Oliviers Freundin Sophie braucht ihre Antidepressiva, um beim Dinner bei den Freunden des Paares mit ihrer Karriere als Immobilienmaklerin zu glänzen. Nur woher kennen Rons Mitarbeiter sie unter dem Namen Jenny? Und warum gehört die Wohnung in der Stéphanie verblutet Olivier? Und warum kann Alexis sein Telefon nicht alleine lassen, als das Blut die Wände herunter rinnt? Und wer hat das Booklet wirklich verschwinden lassen? Wer bezahlt am Ende mit seinem Leben? Und wer findet das große Glück?

François Létourneau studierte Schauspiel am „Conservatoire d'art dramatique Montréal“ und arbeitet als Schauspieler, Autor und Übersetzer für Theater und Film. Er ist Gründungsmitglied des Théâtre „ni plus ni moins“ und war 2003 auch Hausautor am Théâtre de la Manufacture in Montréal. Létourneau. Zuletzt spielte er in Ricardo Trogis Kinofilm Québec-Montréal. Zu seinen Stücken gehören „Stampede“ (Théâtre PáP Montréal, 2001), „Texas“ und „Mort à San Fernando“. Als Übersetzer hat François Létourneau außerdem Hilary Fannins „Doldrum Bay“ („Treibgut“) und Harold Pinters „Ashes to Ashes“ („Asche zu Asche“) ins kanadische Französisch übertragen.

Sebastian Nübling, Jahrgang 1960, studierte Kulturwissenschaft und ästhetische Praxis und war zunächst als Dozent am theaterwissenschaftlichen Institut der Uni Hildesheim tätig. Seit 1997 inszenierte er u.a. die Erstaufführung des Stücks „The three birds“ von Joanna Laurens (schauspielhannover) und Nanni Ballestrinis „I Furiosi – die Wütenden“ für das Staatsschauspiel Stuttgart. Am Theater Basel ist er seit der Spielzeit 2003/04 als Hausregisseur verpflichtet. Dort entstanden u.a. Sarah Kanes „Gier“ (2000), „König Lear“ (2003) sowie 2001 Ibsens „John Gabriel Borkman“ (eingeladen zum Berliner Theatertreffen). Von „Theater heute“ wurde Sebastian Nübling zum Nachwuchsregisseur des Jahres 2002 gewählt.


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