Spielzeitkampagne 19/20 von John Bock


Jörg Hartmann. Im Verbeulten Universum. Kampagne von John Bock.

Für die neue Spielzeitkampagne konnte die Schaubühne den Aktionskünstler und Filmemacher John Bock gewinnen, der das Ensemble unter dem Titel »Im verbeulten Universum« buchstäblich auf den Kopf stellt. Bock inszeniert die Schauspieler_innen schwebend im schwarzen Raum in einer Anordnung aus Bock’schen Objekten, Requisiten und Fundusmaterial. Hier können Sie ein Making-of-Video zum Kampagnenshooting ansehen. John Bock erzeugt einen eigenen Mikrokosmos, in dem sich alles aufzulösen scheint und zugleich alles möglich ist. Gravitationsgesetze spielen keine Rolle mehr, schwebend erschließen sich die Schauspieler_innen die Szenerie. Die so entstandenen Bilder von Theaterfotograf Thomas Aurin zeigen eine Momentaufnahme der Installation.

Ab Juni werden die Motive als Plakatkampagne in Berlin hängen und eine Spielzeit lang in allen Medien des Hauses präsent sein.

John Bock, geboren 1965 in Gribbohm lebt und arbeitet in Berlin. Seine Kunstaktionen wurden u. a. auf der documenta in Kassel, der Biennale in Venedig und im Museum of Modern Art in New York gezeigt. 2010 kuratierte er in der Temporären Kunsthalle auf dem Berliner Schlossplatz die vielbeachtete Gruppenausstellung »FischGrätenMelkStand«. 2017 war er mit der Einzelausstellung »Im Moloch der Wesenspräsenz« in der Berlinischen Galerie zu sehen, wo u. a. Lars Eidinger in einer Performance mitwirkte. Im Juni 2019 wird »Im AntliTZ des SchädelapparaTZ« im Neuen Berliner Kunstverein gezeigt. Im Oktober eröffnet »LiquiditätsAuraAroma« in der Kunsthalle Mannheim.  

John Bock folgt mit der Kampagne auf Christian Jankowski, der unter dem Titel »We are innocent when we sleep« die aktuelle Spielzeit-Kampagne gestaltet hat. 

Seit der Spielzeit 2018/19 werden die Schaubühnen-Kampagnen von Bildenden Künstlern gestaltet. Zuvor porträtierten internationale Fotograf_innen das Ensemble. Die Sammlung der Foto-Porträts von 2013 bis 2018 ist in dem Bildband »Juergen Teller, Ute und Werner Mahler, Pari Dukovic, Brigitte Lacombe, Paolo Pellegrin« 2018 im Kerber Verlag erschienen.