Zum Tod von Karl-Ernst Herrmann

Die Schaubühne trauert um Karl-Ernst Herrmann, der am vergangenen Wochenende nach schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren verstorben ist.

In Peter Steins Inszenierungen: Die Sphinx in »Peer Gynt« von Henrik Ibsen, der Birkenwald in »Sommergäste« nach Maxim Gorki, Shakespeares Welt in »Shakespeare’s Memory«, das Wohnsilo in »Gross und Klein« von Botho Strauß, der Raum in der »Orestie des Aischylos«, Schwarzafrika in »Die Neger« von Jean Genet, die Allee im Garten der »Drei Schwester« von Anton Tschechow oder die von Hecke und Wasserbassin umgebene Tempelruine in »Triumph der Liebe« von Marivaux in der Regie von Luc Bondy…

… die Plakate, das damalige Briefpapier der Schaubühne, das Buch zum 25. Geburtstag unseres Theaters.

All dies und noch viel mehr hat Karl-Ernst Herrmann in den Jahren von 1970 bis 1987 entworfen, geschaffen und damit nicht nur die visuelle Ästhetik der Theaterarbeit der Schaubühne entscheidend geprägt – weit über die einzelnen Inszenierungen hinaus.

Was ein Gesamtkunstwerk sein könnte, wurde bei Karl-Ernst Herrmann greifbar. Wir werden ihn als einen großen Künstler in Erinnerung behalten.