Arthur Schnitzler

Geboren 1862 in Wien, bedeutender Schriftsteller der Wiener Moderne. Medizinstudium in Wien mit anschließender Promotion 1885. Neben seiner Tätigkeit als Arzt (u. a. auch in der Psychiatrie) beginnt er schon früh literarische Texte und Gedichte zu verfassen, in denen er sich wie bspw. 1900 in »Leutnant Gustl« auch kritisch gegenüber dem Militär und der österreich-ungarischen Regierung äußert, woraufhin ihm der Offiziersrang als Oberarzt der Reserve aberkannt wird und er fortan als freier Schriftsteller tätig ist. Wiederkehrende Motive in seinen Werken sind gesellschaftliche Verbote und Vorschriften, sexuelle Tabus und Ehebruch wie u. a. in »Reigen« (gedruckt 1903), aber auch der vorherrschende Antisemitismus in der Wiener Gesellschaft zur Jahrhundertwende wie u. a. in »Professor Bernhardi« (1912). In seinen Dramen und Prosatexten beschreibt er eingehend das Innenleben und die psychischen Vorgänge der Figuren wie bspw. in »Fräulein Else« (1924), wodurch er ein Gesellschaftsbild seiner Zeit zeichnet. Schnitzler starb 1931 in Wien.