Traute Hoess

Traute Hoess

Geboren 1950 in Weilheim, studierte Schauspiel an der Otto Falckenberg Schule in München. Sie war Mitbegründerin des Theaterkollektivs »Rote Rübe«, welches zusammen mit den »Ton Steine Scherben« und Rio Reiser eigene Stücke entwickelte. Sie drehte mit R.W. Fassbinder »Lili Marleen« (1981) und »Berlin Alexanderplatz« (1980). Diverse Theaterengagements führten sie von Freiburg, Basel, Wuppertal, Bremen, Düsseldorf nach Köln, wo sie u.a. mit Günter Krämer und Werner Schroeter arbeitete. 1994 wurde Traute Hoess von Peter Palitzsch und Heiner Müller an das Berliner Ensemble geholt. Sie war die Urbesetzung der Frau Dulfeed in »Arturo Ui« und spielte die Rolle bis 2000. Von 1995 bis 2000 war sie außerdem auch am Schauspielhaus Bochum tätig, dort Arbeiten u.a. mit Leander Haußmann, Jürgen Kruse, Karin Henkel und Dimiter Gotscheff. Von 2001 bis 2003 ging sie an das Theater in der Josefstadt in Wien, erhielt 2003 den Nestroypreis für die Rolle der Anne Meister in »Über allen Gipfeln ist Ruh« von Thomas Bernhard (Regie: Wolf Dietrich Sprenger). 2010 holte Oliver Reese sie nach Frankfurt, wo sie u.a. mit René Pollesch, Bernhard Mikeska und dem Regieduo Auftrag: Lorey zusammen traf. Nach zwei Jahren Frankfurt ging sie 2012 zurück ans Berliner Ensemble. Dort arbeitete sie u.a. mit Claus Peymann, Robert Wilson, Katharina Thalbach, Leander Haußmann und Sven Regener. Mit den Inszenierungen von Robert Wilson bereiste sie Europa, Amerika, Australien und Asien, konnte mit Rufus Wainwright und CocoRosie arbeiten. Neben ihrer Theaterarbeit arbeitete sie in diversen Film-, Fernseh- und Hörspielproduktionen mit Regisseuren wie Uli Edel, R.W. Fassbinder, Lars Montag, Andreas Kleinert, Ingo Rasper, Leander Haußmann, Heinrich Breloer, Peter Kern, Andreas Rogenhagen und Sepp Bierbichler, mit den Regisseurinnen Elfi Mikesch, Maris Pfeiffer, Almut Getto, Lola Randl, Sophie Allet-Coche und Ulla Wagner zusammen. Auch ist sie weiterhin am Berliner Ensemble in Robert Wilsons Inszenierungen »Endspiel« von Samuel Beckett und »Die Dreigroschenoper« von Bertolt Brecht zu sehen.

Schaubühne

Italienische Nacht von Ödön von Horváth, Regie: Thomas Ostermeier (2018)

 

In dieser Spielzeit

Italienische Nacht

von Ödön von Horváth
In einer Fassung von Thomas Ostermeier und Florian Borchmeyer
Regie: Thomas Ostermeier