Martín Valdés-Stauber
Geboren 1991 in Kaufbeuren, ist seit 2023 Dramaturg an der Schaubühne am Lehniner Platz, wo er u.a. regelmäßig mit Yael Ronen arbeitet (»Bucket List« eingeladen zum Theatertreffen 2024). Von 2017 bis 2023 gehörte er als Dramaturg zum Künstlerischen Leitungsteam der Münchner Kammerspielen (Theater des Jahres 2019 und 2020). In dieser Zeit arbeitete er u.a. mit Rabih Mroué, Philipe Quesne, Rimini Protokoll (Stefan Kaegi) und Milo Rau. Zuvor studierte er Soziologie und Wirtschaftswissenschaften in München, Friedrichshafen, Berkeley und Cambridge. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland lehrt er an verschiedenen Universitäten.
Martín Valdés-Stauber initiiert und kuratiert Kunstprojekte und Theaterfestivals. Eine enge Arbeitsbeziehung verbindet ihn mit der Choreographin Marlene Monteiro Freitas, dem Kabarettisten Maxi Schafroth und dem Münchner Jewish Chamber Orchestra (JCOM). Seine Inszenierung »TIME BUSTERS« wurde 2024 mit einer Einladung zum Theatertreffen der Jugend ausgezeichnet. Seine Zusammenarbeit mit Marco Layera und Elisa Leroy »Oasis de la impunidad« wurde 2022 in die Jahresauswahl der NY Times aufgenommen. 2021 wurde er mit dem Marie-Zimmermann-Stipendium für Dramaturgie ausgezeichnet.
Seit 2018 erforscht er im Langzeitprojekt SCHICKSALE die Biographien der im NS-Regime Verfolgten unter den Mitarbeiter_innen der Münchner Kammerspiele. Aufgrund dieser Auseinandersetzung gründete er das internationale, künstlerische Forschungsnetzwerk »Erinnerung als Arbeit an der Gegenwart«.
Alle Produktionen
Bucket List von von Yael Ronen, Regie: Yael Ronen (2023)
Postkarten aus dem Osten von Pavlo Arie, Martín Valdés-Stauber und Ensemble, Regie: Stas Zhyrkov (2024)
Territorium von Marco Layera und Martín Valdés-Stauber, Regie: Marco Layera (Uraufführung, 2025), Produktion entfällt
stille ein theaterpädagisches Projekt, Spielleitung Mai-An Nguyen (2025)
Sabotage von Yael Ronen, Regie: Yael Ronen (Uraufführung, 2025)