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Roberto Bolaño

Roberto Bolaño Ávalos wurde am 28 April 1953 in Chile geboren. Sein Vater León Bolaño war Spediteur, seine Mutter, Victoria Ávalos, Lehrerin. Seine Kindheit verbrachte er in Viña del mar und ging zunächst in den chilenischen Städten Quilpuqué, Cauquenes und Los Ángeles zur Schule.

Im Alter von 15 Jahren emigrierte er mit seinen Eltern nach Mexiko. Mit sechzehn begann er zu schreiben. Drei Monate vor dem Staatsstreich von Pinochet ging er zurück nach Chile. Dort wurde er festgenommen und inhaftiert. 1974 kehrte er nach Mexiko zurück. 1976, gründete er zusammen mit anderen Schriftstellern den Infrarrealismo, eine künstlerische Bewegung, die sich gegen die offizielle Kultur wandte. In Mexiko veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband »Reinventar el amor«(1976). Es waren schwierige Zeiten, die sich in einigen seiner Werke niederschlugen, wie »Nocturno de Chile« (2000) oder »Los detectives salvajes« (1998).

Nach Europa kam er über Paris, aber sein Ziel war Barcelona, das er 1977 erreichte. In Barcelona arbeitete er als Tellerwäscher, Kellner, Aufseher auf einem Campingplatz – hörte aber niemals auf, Gedichte und Prosa zu schreiben.

1985 heiratete er Carolina López und ließ sich in Blanes, an der Küste von Girona, nieder.

Zusammen mit Antoni García Porta schrieb er »Consejos de un discípulo de Morrison a un fanático de Joyce«(1984), ein Buch, in dessen Zentrum Serienmörder stehen. Er bekam verschiedene Provinzstipendien, die ihm ermöglichten, weiter zu arbeiten, und veröffentlichte in national kaum bekannten Verlagen und Stiftungen.

1990 kam sein Sohn Lautaro zur Welt. Zwei Jahre später diagnostizierten ihm seine Ärzte eine schwere Krankheit. Er fühlte, dass seine Zeit begrenzt war, weswegen er sich nun voll und ganz dem Schreiben zuwandte.

Trotz seiner finanziellen Knappheit mietete er ein kleines Studio in Blanes, nur 150 Meter von seinem Haus entfernt, in der calle del Loro. Er arbeitete während der Unterrichtszeiten seines Sohnes, brachte ihn zur Schule und holte ihn wieder ab – und schrieb unermüdlich weiter.

Ab 1993 konnte er ausschließlich von der Literatur leben. Mit »La pista de hielo« (1993) und »Los perros románticos« (1994), eine Novelle und ein Gedichtband, ebnete Bolaño sich den Weg in die Verlagswelt.

1998 veröffentlichte er »Los detectives salvajes«, mit dem er den XVI Premio Heralde de novela (1998) und den XI Premio Rómulo Gallegos (1999) gewann. Nachdem er diesen entgegengenommen hatte, ging er, nach mehr als 25 Jahren, zurück in sein Heimatland Chile.

2001 wurde seine Tochter Alexandra geboren. Zwei Jahre später, am 14. Juli 2003, trat unerwartet der Tod in sein Leben. Er war 50 Jahre alt und in kurz davor, eine Spenderleber zu bekommen. Er hinterließ viele unvollendete Arbeiten. Posthum wurden mehrere seiner Werke veröffentlicht, vor allem zu nennen wären »Entre paréntesis« und »2666«, die beide 2004 veröffentlicht wurden.

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