09.09.2025 > Die Schaubühne eröffnet die Spielzeit mit der Premiere von »Die Wildente«
Pressemitteilung
Die Schaubühne eröffnet die Spielzeit mit der Premiere von »Die Wildente«
Thomas Ostermeier erforscht in seiner neuesten Inszenierung den Wert der Lüge und die Zumutbarkeit radikaler Ehrlichkeit. Das Stück von Henrik Ibsen war im Juli Teil des Eröffnungsreigens auf dem Festival d’Avignon. Premiere in Berlin ist am 12. September 2025.
Nach stehenden Ovationen beim Festival d’Avignon kommt Thomas Ostermeiers Inszenierung »Die Wildente« von Henrik Ibsen (Bearbeitung Maja Zade und Ostermeier) nun an die Schaubühne. In dem Stück deckt der junge Gregers Werle die Lebenslügen einer Familie auf. Nach dem Tod seiner Mutter war er seinem Vater, einem wohlhabenden Industriellen, lange aus dem Weg gegangen. Als er eine Einladung zu einem Bankett in dessen Haus annimmt, trifft er dort auf seinen Jugendfreund Hjalmar Ekdal. Im Gespräch mit Hjalmar wird Gregers klar, dass sein Vater nicht nur Hjalmars Vater wegen eines Betrugs, an dem er selbst beteiligt war, ins Gefängnis gebracht und die ehemals wohlhabende Familie in den Ruin getrieben, sondern auch seine schwangere Geliebte Gina mit Hjalmar verkuppelt hat. Für Gregers steht fest, was zu tun ist. Er zieht bei Hjalmar und Gina ein, die mit ihrer Tochter Hedwig und Hjalmars Vater zusammenleben, um die Lügen, auf denen ihre Existenz basiert, zu enthüllen. Besessen von der Wahrheit glaubt Gregers der gesamten Familie Ekdal so zu einem ehrlichen und somit glücklicheren Leben zu verhelfen.
Zwei Jahre nachdem Ibsen mit »Ein Volksfeind« ein Stück über die Bedeutung der Wahrheit geschrieben hatte, entstand mit »Die Wildente«, ein Text, der den Wert der Lüge erforscht und danach fragt, inwieweit man überhaupt in das Leben anderer Menschen eingreifen darf.
»Die Wildente«
von Henrik Ibsen
Regie: Thomas Ostermeier
In einer Fassung von Maja Zade und Thomas Ostermeier unter Verwendung der Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel
Saal B
Mit: Thomas Bading, Marie Burchard, Stephanie Eidt, Marcel Kohler, Magdalena Lermer, Falk Rockstroh, David Ruland, Stefan Stern
Bühne: Magda Willi
Kostüme: Vanessa Sampaio Borgmann
Musik: Sylvain Jacques
Dramaturgie: Maja Zade
Licht: Erich Schneider
Premiere
12. September 2025, 20 Uhr
Weitere Termine
13. September, 20 Uhr
15. September, 20 Uhr, mit englischen Übertiteln
und zusätzlich mobilen Übertiteln auf Französisch
16. September, 20 Uhr
17. September, 20 Uhr, mit englischen Übertiteln
und zusätzlich mobilen Übertiteln auf Französisch
18. September, 20 Uhr
20. September, 20 Uhr
21. September, 20 Uhr