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26.06.2020 > Vorschau auf die erste Spielzeithälfte 2020/21 an der Schaubühne

Premieren von Milo Rau, Simon McBurney, Simon Stone und Thomas Ostermeier

Vorschau auf die erste Spielzeithälfte 2020/21 an der Schaubühne
Premieren von Milo Rau, Simon McBurney, Simon Stone und Thomas Ostermeier

Die Schaubühne gibt einen Ausblick auf das Programm der ersten Spielzeithälfte 2020/21. Neben Premieren von Milo Rau, Simon McBurney, Simon Stone und Thomas Ostermeier stehen auch Produktionen aus dem Repertoire auf dem Spielplan, die nun en suite gespielt werden. Aufgrund einer umfassenden Sanierung der Klimaanlage in den Sälen beginnt der Spielbetrieb erst Mitte Oktober 2020.

Die Schaubühne eröffnet die neue Spielzeit am 15. Oktober mit »Everywoman« in der Regie von Milo Rau. Das Stück mit Ursina Lardi hat am 19. August Premiere bei den Salzburger Festspielen und wird ab Oktober an der Schaubühne zu sehen sein. Nach »Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs« und »Lenin« kehrt Milo Rau mit »Everywoman« an die Schaubühne zurück. In »Everywoman« beschäftigt sich der Autor und Regisseur zusammen mit Ursina Lardi mit der Frage, was am Ende eines Lebens bleibt und zählt. In einer Gesellschaft, in der uns der Tod fremd geworden ist und wir ihn verdrängt haben, da wir ihm weder einen Sinn geben noch ihn überwinden können, zieht Everywoman, konfrontiert mit ihrem eigenen Tod, Bilanz..

Simon McBurney, der an der Schaubühne zuletzt »Ungeduld des Herzens« inszenierte, dramatisiert Heinrich von Kleists Novelle »Michael Kohlhaas« über einen Mann, der zum Terroristen wird, weil seine Bürgerrechte verletzt werden und er auf gerichtlichem Weg keine Gerechtigkeit finden kann. 

Die ursprünglich für Mai geplante Premiere von »Das Leben des Vernon Subutex 1« in der Regie von Thomas Ostermeier wird in nunmehr im November 2020 stattfinden. Mit der Dramatisierung des Romans der französischen Autorin Virginie Despentes widmet sich Thomas Ostermeier den Kontrasten einer sich zusehends polarisierenden und verrohenden Gesellschaft. Der Roman ist Parforce-Ritt durch die Themen unserer Zeit und faszinierendes Sozialpanorama zugleich.

Weitere Arbeiten von Thomas Ostermeier in der ersten Spielzeithälfte sind die Neuinszenierung von »Rückkehr nach Reims« von Didier Eribon mit Ensemblemitglied Isabelle Redfern und »Wer hat meinen Vater umgebracht (Qui a tué mon père)« von Édouard Louis. Anknüpfend an die gemeinsame Arbeit an der Adaption seines Romans »Im Herzen der Gewalt« steht Édouard Louis erstmals selbst als Darsteller auf die Bühne.

Simon Stone, der beim FIND 2018 mit seiner Produktion »Ibsen Huis« zu Gast war, inszeniert nun zum ersten Mal an der Schaubühne. Mit »Yerma« nach Federico García Lorca bringt Stone eine gefeierte Produktion des Londoner Young Vic als Neuinszenierung mit dem Ensemble der Schaubühne auf die Bühne. Stone verlegt das Stück vom ländlichen Spanien in eine heutige westliche Metropole. Während Lorcas Yerma die Ehefrau eines Bauern ist und in einer Gesellschaft lebt, in der die Hauptaufgabe einer Frau ist, Nachwuchs zur Welt zu bringen, ist Stones Yerma eine erfolgreiche Journalistin, die sich nie über die biologischen Funktionen ihres Körpers definiert hat.

Aus dem Repertoire der Schaubühne kommen bis zum Jahresende unter anderem »Peer Gynt« von Henrik Ibsen, ein Taten-Drang-Drama von John Bock und Lars Eidinger, und »Ja heißt ja und …«, eine Lecture Performance von Carolin Emcke zur Aufführung. Um den behördlichen Auflagen im Zuge der Corona-Maßnahmen gerecht zu werden, werden nicht nur gängige Hygienemaßnahmen umgesetzt, sondern auch die Bestuhlung adaptiert und Laufwege bei Ein- und Ausgängen angepasst. Darüber hinaus werden die angesetzten Stücke en suite gespielt um häufige Auf- und Abbauten zu vermeiden.

In der monatlichen Diskussionsveranstaltung »Streitraum« ist Carolin Emcke in der neuen Spielzeit mit ihren Gästen im Gespräch zum Thema »Die andere Schock-Therapie – welche Gesellschaft wollen wir nach Covid-19 sein?«. Und diskutiert die Frage wie es sich verhindern lässt, dass die Lehren aus der Pandemie sofort wieder vergessen werden, sobald die Krise »vorbei« ist und welche politischen und sozialen Utopien es jetzt braucht.

Auch die politische Diskussionsreihe »Streit ums Politische« von Heinz Bude wird fortgesetzt. Der Soziologe und Autor diskutiert mit seinen Gästen zum Thema »Geschichten vom Ende« über die Endlichkeit von Kapitalismus, Demokratie und Kunst.

Die Imagekampagne der neuen Spielzeit wurde von dem Künstler Olaf Nicolai (geb. 1962) entworfen. In den letzten sieben Spielzeiten haben sich internationale Fotograf_innen sowie die Bildenden Künstler Christian Jankowski und John Bock für die Kampagnen der Schaubühne stets mit dem Ensemble auseinandergesetzt. Olaf Nicolai entschied sich für die Spielzeit 20/21 unter dem Titel »Nothing is Nothing / Try again« für eine rein graphische Setzung, die an die Ästhetik von Discounter-Werbebroschüren angelehnt ist. Zu sehen ist die Kampagne im Stadtraum ab September und im Spielzeitheft ab 15. September.

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