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18.06.2018 > Vorschau Spielzeit 2018/19 mit den Premieren von September bis Januar

In der kommenden Spielzeit zeigen wir neue Inszenierungen von Milo Rau, Herbert Fritsch, Marius von Mayenburg, Thomas Ostermeier, Katie Mitchell, Sanja Mitrovic, Philipp Preuss und Patrick Wengenroth. Darunter erstmalig ein Stück unserer Dramaturgin und Autorin Maja Zade und eine Lecture-Performance von Carolin Emcke. Unsere politischen Diskussionsreihen »Streitraum« mit Carolin Emcke und »Streit ums Politische« mit Heinz Bude werden fortgeführt.

Der Schweizer Regisseur, Autor und neuer Künstlerischer Leiter des NT Gent, Milo Rau eröffnet mit der Deutschlandpremiere »Die Wiederholung« die kommende Spielzeit. Darin untersucht er zusammen mit Schauspieler_innen und Amateuren den brutalen und willkürlichen Mord an Ihsane Jarfi, der 2012 im belgischen Liège für Erschütterung sorgte. Raus` Inszenierung ist der erste Teil der Reihe »Histoire(s) du théâtre«, eine Langzeituntersuchung der Kunstform Theater und eine Auseinandersetzung mit den künstlerischen Grenzen in der Darstellbarkeit von Gewalt und traumatischen Ereignissen auf der Bühne.

Herbert Fritsch inszeniert in seiner nunmehr dritten Arbeit für die Schaubühne eine Komödie von George Feydeau. »Champignol wider Willen« ist eine Gesellschaftsfarce, die 1892 in Paris uraufgeführt wurde. Angèle, die Gattin des berühmten Malers Champignol, hat eine Affäre mit St. Florimond. Um nicht aufzufliegen, spielt Florimond beim spontanen Besuch eines Onkels die Rolle Champignols, der gerade auf Reisen ist. Eine Maskerade, die er auch dann nicht aufgibt, als die Affäre schon längst beendet ist.

Im November ist die im März verschobene Premiere von Thomas Ostermeier, »Italienische Nacht« von Ödön von Horváth, zu sehen. Ostermeier beschäftigt sich darin mit dem Aufkommen einer rechtsextremen Bewegung und schließt an seine Auseinandersetzungen in »Professor Bernhardi« und »Rückkehr nach Reims« an. Ödön von Horváth vollendete sein »Volksstück in sieben Bildern« 1931 und beobachtete nicht zuletzt auch, welchen Anteil am Zusammenbruch der Demokratie eine Linke hat, die die Realität der Gesellschaft ignoriert und sich in Parteikämpfen im eigenen Lager zerfleischt.

Erstmals zeigen wir ein Stück von Maja Zade, Autorin, Übersetzerin und seit 1999 Dramaturgin an der Schaubühne. »status quo« zeigt eine Welt, in der Frauen das Sagen haben und das Objekt der Begierde und der Diskriminierung der Mann ist. Die Umkehrung der realen Verhältnisse lässt in dieser Satire die Mechanismen der Ungleichheit umso schärfer hervortreten. Regie führt Marius von Mayenburg, Premiere ist Mitte Januar 2019.

Im Studio inszeniert Philipp Preuss zusammen mit dem Schauspieler Felix Römer das Projekt »Voyage«. Der Abend kreist um das Motiv des Reisens, im räumlichen, zeitlichen als auch metaphysischem Sinne. Ebenfalls im Studio begibt sich Patrick Wengenroth in seiner Arbeit

»HE? SHE? ME! FREE.« (AT) auf das Gebiet der Gender Fluidität, wo es keine festen Zuschreibungen oder Geschlechterkategorien mehr gibt.

Carolin Emcke wird im Winter erstmals mit ihrer eigenen Lecture-Performance »Ja heißt ja und …« auftreten. Mit diesem Abend möchte sie über einige der Fragen nachdenken, die zuletzt durch die »#MeToo-Debatte« aufgeworfen wurden und sich den vielschichtigen Facetten der Fragen von Sexualität und Wahrheit nähern. Außerdem wird sie in ihrem monatlichen Diskussionsformat »Streitraum« mit ihren Gästen über »Identität und Repräsentation« diskutieren. Der Soziologe Heinz Bude nimmt in der Reihe »Streit ums Politische« die Frage nach »Demokratie ohne Mehrheit?« zum Ausgangspunkt.

In der zweiten Hälfte der kommenden Spielzeit wird es neue Produktionen der in Jugoslawien geborenen und in Brüssel lebenden Regisseurin Sanja Mitrovic und der britischen Regisseurin Katie Mitchell geben. Sanja Mitrovic zeigt »Steps to be taken« im Rahmen des Festivals Internationale Neue Dramatik (FIND) 2019. Thomas Ostermeier wird im Frühjahr eine Inszenierung von Henrik Ibsens »Die Wildente«  herausbringen.

Die Plakatkampagne für die Spielzeit 2018/19 hat der Konzeptkünstler Christian Jankowski gestaltet, der sich damit als Erster in einer Reihe Bildendender Künstler in den kommenden Spielzeiten mit der Schaubühne auseinandersetzt. Unter dem Titel »We are innocent when we sleep« lässt er in Anlehnung an im Internet kursierende Bilder von »sleeping pranks« (Streiche mit Eingeschlafenen), Schauspielerinnen und Schauspieler aus dem Ensemble sich gegenseitig im Schlaf inszenieren.

Die Kampagne und weitere Informationen zu allen Inszenierungen bis Januar 2019 finden Sie in unserem neuen Spielzeitheft, das Sie hier digital ansehen können.

Nach dem Ausblick auf die kommenden Premieren noch die Bilanz der Spielzeit 2017/18 in Zahlen: Die Schaubühne hat eine (Rekord-) Auslastung von 97,2 %. Mit 116 Gastspiel-vorstellungen im In- und Ausland und insgesamt rund 184.000 Besuchern.

Die Schaubühne war 2017/18 zu Gast in Riga, Hamburg, Paris, Belfast, New York City, Wuzhen, Prag, Köln, Lausanne, Luxemburg, Colombo, Kolkata, Neu Delhi, Chennai, Bensheim, Lyon, Madrid, Shizuoka, Besançon, Singapur, Taichung, Seoul, Braunschweig und Barcelona.

In der ersten Hälfte der kommenden Spielzeit reisen wir nach Shanghai, Göteborg, Peking, Nanjing, Zagreb, Chapel Hill, Berkeley, Bukarest, Hamburg, Prag und Amsterdam.

Berlin, 18. Juni 2018

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