33 RPM and a few Seconds

Gastspiel aus dem Libanon
von Rabih Mroué und Lina Saneh


Diyaa Yamout, ein junger, linker, libanesischer Aktivist, begeht Selbstmord und erklärt in einem Abschiedsbrief, seine Gründe für die Tat seien rein persönlich – nicht politisch. Nach seinem Tod entsteht eine Diskussion, bei der die ideologischen Gräben, politisch-sozialen Spaltungen und Hoffnungen einer ganzen Gesellschaft deutlich werden. In ihrer halbdokumentarischen Performance rekonstruieren Rabih Mroué und Lina Saneh die letzten Momente im Leben von Yamout und entlarven die Probleme eines zutiefst gespaltenen Landes, in dem der Arabische Frühling folgenlos geblieben ist. Kann eine Verzweiflungstat, ganz gleich ob sie politisch motiviert war oder nicht, die Hoffnung auf Veränderung wieder zum Leben erwecken? Yamout ist tot, aber alles lebt weiter, im Schlafzimmer laufen der Fernseher, der Anrufbeantworter, der Computer ... Die Zeit steht still und beginnt wieder neu; eine Geschichte setzt sich aus Kommunikationsfragmenten zusammen.

>>> Englischsprachiger Artikel über 33 RPM auf unserem Festival-Blog

Koproduktion: Ashkal Alwan, the lebanese association for plastic arts (Beirut), Festival d’Avignon, Festival delle Colline Torinesi, Kampnagel, Kunstenfestivaldesarts, La Bâtie Festival de Genève, Malta Festival, Scène nationale de Petit-Quevilly Mont-Saint-Aignan, Stage-Helsinki Theatre Festival & Théâtre de l’Agora Scène Nationale d’Evry et de l’Essonne steirischer herbst.

Regie: Rabih Mroué, Lina Saneh
Bühne, Grafik und Animation: Samar Maakaroun
Technische Produktion und Programmierung: Sarmad Louis, Thomas Köppel

Mit: Nagham Abboud, Samir Abou Jaoudé, Thomas Bowles, Edy Gemaa, Raseel Hadjian, Colette Hajj, Wadad Hneine, Paul Khodr, Ibtisam Kishly, Eliane Mallat, Muriel Moukawem, Elie Njeim, Antoine Ozon, Najeeb Zeytouni

Dauer: ca. 60 Minuten