Augenlicht

von Marius von Mayenburg
Regie: Ingo Berk


Uraufführung

Julia hat schon seit längerem Arbeit gesucht. Jetzt hat sie das Angebot, als Haushälterin bei Herrn Walter zu arbeiten, der alleine lebt, seit seine Frau vor Jahren gestorben ist.
Als Julia ihre Stelle antritt, muss sie sich an einige Eigenheiten ihres neuen Arbeitgebers gewöhnen. Sie soll ihm zwar zur Hand gehen und etwas Ordnung in die Wohnung bringen, darf dabei aber keinerlei Lärm verursachen, selbst der Staubsauger ist schon zu laut. Auch lüften darf sie nicht, ja nicht einmal die Vorhänge vor dem Fenster zur Seite ziehen. Und kochen soll sie jeden Tag das gleiche, Geschnetzeltes mit Champignons und Reis. Vor allem aber ist ihr strikt verboten, das Zimmer zu betreten, dessen Tür immer verschlossen ist und in das Herr Walter manchmal hineingeht. Aber ab und an dringen aus dem Raum merkwürdige, rasselnde Geräusche, die sie immer neugieriger machen. Als Julia auch noch verschmierte Frauenkleider in der Wäsche findet, muss sie sich entscheiden: soll sie ihre neue Stelle aufgeben oder dem Geheimnis von Herrn Walter auf den Grund gehen?

Regie: Ingo Berk
Ausstattung: Jan Pappelbaum, Magda Willi
Kostüme: Almut Eppinger
Musik: Patrik Zeller
Dramaturgie: Dag Kemser
Licht: Rudolf Heckerodt

Walter: Josef Bierbichler
Julia: Jule Böwe
Pauline: Marina Lubrich

Premiere war am 15. März 2006