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Der Sonne und dem Tod kann man nicht ins Auge sehen

von Wajdi Mouawad
Regie: Dominique Pitoiset (Theatre National de Bordeaux en Aquitaine)


Deutsch von Uli Menke
Deutschsprachige Erstaufführung

Zeus, als Stier getarnt, entführt die schöne Europa am Strand des heutigen Libanon. Europas Brüder werden vom Vater fort geschickt, um sie zu suchen. Ist die Suche erfolglos, müssen sie ihr Leben lang im Exil bleiben. Denn keine Rückkehr ohne Europa! Allein der jüngste Bruder Kadmos bleibt zurück. Doch als der Vater stirbt, bricht er sein Versprechen und zieht aus, um die Schwester zu suchen. Aber auch er kann Europa nicht finden und gründet eine neue Stadt: Theben. Drei Generationen später ist Theben vom Krieg zerstört. Kadmos’ Urenkel Laios muss fliehen, seine Feinde wollen
ihn töten. Er strandet auf einer Insel, auf der ihm König Pelops Exil gewährt. Doch Laios’ Liebe zu Pelops’ Sohn wird das friedliche Miteinander entzweien. Laios entführt den Jungen und flieht zurück nach Theben. Dort entbrennt ein Krieg zwischen Laios und Pelops, an dessen Ende ein Fluch steht: Kein Kind für Laios. Dennoch wird ihm ein Sohn geboren: Ödipus ...

Im Auftrag von Dominique Pitoiset montiert der libanesische Autor Wajdi Mouawad in seinem neuen Stück Teile der großen griechischen Tragödien von Sophokles, Aischylos und Euripides. Er erzählt damit die Geschichte der Stadt Theben: den Niedergang einer Utopie, die Zerstörung einer Zivilisation, die Schuldverstrickungen der Vorfahren.

Mit freundlicher Unterstützung der Französischen Botschaft / Bureau du Théâtre et de la Danse und Cultures France (im Rahmen des Programms Théâtre sur mesure).

Regie: Dominique Pitoiset
Bühne, Kostüme, Video: Kattrin Michel
Dramaturgie: Irina Szodruch
Regieassistenz und Dolmetscherin: Catherine Umbdenstock

Pelops: Wolf Aniol
Hippodameia: Bettina Hoppe
Laios: Ulrich Hoppe
Kadmos: Eva Meckbach
Ödipus: David Ruland



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