Die AnderenFoto: © Arno Declair
Die Anderen, Foto: © Arno Declair 
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Die AnderenFoto: © Arno Declair
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Die Anderen, Foto: © Arno Declair 
Die AnderenFoto: © Arno Declair, 2019
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Die AnderenFoto: Arno Declair, 2019
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Die Anderen

von Anne-Cécile Vandalem
Aus dem Französischen von Uli Menke
Regie: Anne-Cécile Vandalem
Uraufführung

Saal A

14.05.2023, 19.30–21.45

Ein kleines, abgelegenes Dorf irgendwo mitten in Europa, an einem verregneten, düsteren Herbstabend. Es regnet oft, eigentlich ununterbrochen, seit Monaten schon. Alda V., die zusammen mit ihrem Mann René das Hotel »Zum Alten Kontinent « betreibt, fährt einen Jungen auf der Landstraße an, nachdem sie von einer Besprechung mit dem Dorfobersten zurückkommt – zu allem Überfluss schwer angetrunken, denn bei der Besprechung gab es reichlich Schnaps. Der Junge ist auf der Flucht und möchte bloß schnell weiterziehen, allerdings ist er verletzt und kann nicht ins Krankenhaus gebracht werden, ohne dass Alda auffliegen würde. Also wird er im Dorf verarztet und im Hotel versteckt. Schon bald werden die anderen Dorfbewohnerinnen und -bewohner neugierig und argwöhnisch, richten sich Ressentiments, erotische Sehnsüchte, Forderungen und Rachefantasien auf den Fremden. Der Fremde gerät ins Spiel verschiedenster widersprüchlicher Interessen. Außerdem wirft das Leben im Dorf für ihn Fragen auf: Warum leben dort keine Kinder? Nach welchen Regeln leben die wenigen Menschen hier zusammen? Warum sind alle so merkwürdig misstrauisch? Er kommt einem düsteren Geheimnis auf die Spur.

Anne-Cécile Vandalem ist Schauspielerin, Regisseurin und Autorin. Mit ihrer Kompanie »Das Fräulein« entwickelt sie eigene Geschichten, in denen sich Tragik, Groteske und skurriler Humor zu einem ganz eigenen Genre verbinden. Ihre beiden letzten Inszenierungen »Tristesses« und »Arctique« waren beim FIND an der Schaubühne zu sehen. »Die Anderen« ist ihre erste Arbeit mit dem Ensemble der Schaubühne. Vandalem entwirft eine aberwitzige, tragikomisch-düstere Parabel über das Fremdsein, das Leben mit ungelösten Fragen, tiefsitzende Traumata und verdrängte Schuldgefühle – und das nie ohne hintersinnigen, schwarzen Humor.

Alda: Jule Böwe
René: Kay Bartholomäus Schulze
Marge: Stephanie Eidt
Owen: Axel Wandtke
Jacques: David Ruland
Luise: Ruth Rosenfeld
Ulysses: Damir Avdic
Suzanne: Veronika Bachfischer
Kamera: Florian Baumgarten / Lukas Friedrich, Moritz von Dungern / Anastasiia Gavrilova
Dauer: ca. 135 Minuten

Premiere war am 30. November 2019

Koproduktion mit Das Fräulein (Kompanie), Brüssel, Théâtre de Liège, Lüttich, Kroatisches Nationaltheater Zagreb und Théâtres de la Ville de Luxembourg. In Kooperation mit dem europäischen Theaternetzwerk PROSPERO.