Die Katze auf dem heißen Blechdach

von Tennessee Williams
Regie: Thomas Ostermeier


Deutsch von Jörn van Dyck

Big Daddy hat Geburtstag. Aus diesem Anlass kommen seine beiden Söhne mit ihren Frauen zu Besuch. Worüber beim Feiern nicht gesprochen werden darf, ist Big Daddys Krankheit: Er hat Krebs, und die Diagnose, dass er bald sterben muss, wird vor ihm geheimgehalten. Mae, die Frau des älteren Sohnes Gooper, ist stolze Mutter von fünf Kindern, mit dem sechsten ist sie schwanger. Sie wittert das nicht unbeträchtliche Erbe, das nach Big Daddys Tod zu verteilen sein wird, und hofft, mit ihren fünf Kindern, die im Grunde grauenvolle Plagegeister sind, punkten zu können. Die Ehe des jüngeren Sohns Brick mit der attraktiven Maggie ist bislang kinderlos geblieben. Was sicher nicht an Maggie liegt, die nichts unversucht lässt, um die sexuelle Aufmerksamkeit ihres Mannes auf sich zu ziehen. Brick, ein ehemals vielversprechendes Footballtalent, ist seit dem Tod seines Freundes Skipper Alkoholiker. Seine Schwierigkeiten, über den traumatischen Verlust hinwegzukommen, lassen ahnen, dass Skipper mehr für ihn war als nur ein »bester Freund«. Irgendetwas ist damals vorgefallen, woran anscheinend auch seine Frau Maggie nicht unbeteiligt war. Bricks Ehe mit ihr ist Ausdruck einer komplizierten Hassliebe voller Schuldgefühle. Man spricht zwar noch miteinander, aber meistens, um sich zu verletzen. Und das Entscheidende verschweigt man sowieso. In einer drückenden Sommernacht kommt es dann zum generellen Schlagabtausch zwischen Big Daddy und Brick. Die gut gehüteten Geheimnisse lassen sich nicht länger verbergen, die verdrängten Konflikte brechen auf und eskalieren.

Autor: Tennessee Williams
Regie: Thomas Ostermeier
Bühne: Jan Pappelbaum
Kostüme: Ulrike Gutbrod
Musik: Maurice De Martin
Dramaturgie: Ralph Hammerthaler
Video: Sébastien Dupouey
Licht: Erich Schneider

Margaret: Jule Böwe
Brick: Mark Waschke
Mae: Bettina Hoppe
Big Mama: Kirsten Dene
Big Daddy: Josef Bierbichler
Gooper: Christoph Gareisen
Doktor Baugh: David Ruland
Kinder: Constantin Fischer, Hannah Klaes, Lotte Thierbach, Darwin Werland, Sara Werland, Annika Frommholz, Leon Kessler, Paulina Noak, Helena Sigmund-Schulze, Carlo Vollert

Dauer: ca. 120 Minuten

(keine Pause)