Endstation Sehnsucht

von Tennessee Williams
Regie: Benedict Andrews


Deutsch von Helmar Harald Fischer

Blanche DuBois hat sich von der Schule, in der sie Englisch unterrichtet, beurlauben lassen, da ihre Nerven wegen des Verlusts des elterlichen Anwesens »Belle Rêve« blank liegen. Sie besucht ihre einzig noch lebende Verwandte, ihre kleine Schwester Stella, in New Orleans. Stella bringt sie bereitwillig in ihrer kleinen Zweizimmerwohnung unter und kümmert sich um Blanche, die sie mit ihren unberechenbaren Stimmungsschwankungen dominiert. In Blanches Augen ist Stella sozial abgestiegen: sie ist verheiratet mit Stanley, einem polnischen Einwanderer und Fabrikarbeiter, den Blanche sowohl abschreckend als auch sexuell anziehend findet. Sie versucht, Stella zur Trennung zu überreden, doch Stella liebt Stanley und erwartet ein Kind von ihm. Bei einem Pokerabend trifft Blanche auf Stanleys Freund Mitch, mit dem sie einen Ausweg aus der zunehmend angespannten Situation sucht. Stanley, der Blanches Erzählungen über ihre Vergangenheit misstraut und aufmerksam ihren Hang zum Alkohol beobachtet, beginnt Erkundigungen über sie einzuholen. Als Stella mit Wehen im Krankenhaus liegt, eskaliert der Konflikt zwischen Blanche und Stanley. Stanley konfrontiert Blanche mit ihren Lügen; die Realität bricht in Blanches sorgsam aufgebaute Phantasiewelt ein, und sie verliert endgültig das Gleichgewicht.

Autor: Tennessee Williams
Regie: Benedict Andrews
Bühne und Kostüme: Magda Willi
Musik: Malte Beckenbach
Dramaturgie: Maja Zade
Licht: Erich Schneider

Blanche: Jule Böwe
Stella: Lea Draeger
Stanley: Lars Eidinger
Mitch: Jörg Hartmann
Eunice: Eva Meckbach
Steve: David Ruland
Pablo: Gerdy Zint
Ein Arzt: Ulrich Hoppe
Eine Krankenschwester: Elzemarieke De Vos
Ein junger Kassierer: Vincent Redetzki

Dauer: ca. 150 Minuten