Pêndulo
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Pêndulo

von Marco Martins und Arena Ensemble
Regie: Marco Martins

Studio

Gastspiel FIND 2024
Lissabon

21.04.2024, 16.00–17.40
Auf Portugiesisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Eine Gruppe von Pflegerinnen und Hausangestellten, deren Leben vom täglichen Pendeln bestimmt wird: zwischen der Peripherie und dem Zentrum der Hauptstadt Lissabon; zwischen ihrem Zuhause und dem Zuhause derjenigen, die sie beschäftigen; zwischen den Ländern, in denen sie geboren wurden, und Portugal, dem Land, in dem sie jetzt leben; zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Hoffnung und Sehnsucht. »Pêndulo« ist eine intime, ständige Suchbewegung, auf die sich Regisseur Marco Martins und das Ensemble gemeinsam begeben haben.

Die Protagonistinnen und Ko-Autorinnen dieser Inszenierung sind sieben Frauen, deren Arbeit die Hausarbeit und Pflege ist. Sie alle sind aus den einstigen Kolonien in Afrika und Lateinamerika nach Portugal gekommen. In welchem Verhältnis stehen diese zugewanderten Arbeitnehmerinnen zu den Familien, für die sie arbeiten, für die sie ihr eigenes Zuhause verlassen haben, um die Häuser anderer zu reinigen? Was sind das für Beziehungen? Woran denken sie auf ihren Wegen hin zur Arbeit und zurück nach Hause, wenn sie nicht vor Erschöpfung in Bus und Bahn einschlafen? In persönlichen und traumähnlichen Situationen zugleich stehen sie auf der Bühne und sprechen über ihre eigenen und fremden familiären Beziehungen, die Konfrontation zwischen verschiedenen Lebensformen, Orten, Erwartungen, und dem täglichen Leben. Panorama einer Gesellschaft in Bewegung. Dabei begibt sich »Pêndulo« ebenfalls auf die Spuren des portugiesischen Kolonialismus in der Gegenwart, der auch ein halbes Jahrhundert nach seinem Ende tief ins Bewusstsein wie auch ins Unbewusste der Menschen eingeschrieben ist.

Regisseur Marco Martins setzt mit »Pêndulo« seine über mehrere Jahre etablierte künstlerische Arbeitsweise fort, die aus Begegnungen mit Individuen und Gruppen aus den urbanen Peripherien besteht. Der intensive Austausch mit Menschen, die keine ausgebildeten Schauspieler_innen sind, und ihre Lebensgeschichten bilden dabei Kern und Ausgangspunkt seiner preisgekrönten Inszenierungen und Filme, die er seit 2007 im Rahmen der künstlerischen Plattform »Arena Ensemble« realisiert.


MIT: Elane Galacho, Emanuelle Bezerra, Fabi Lima, Juliana Teodoro Alves, Maria Gustavo, Maria YaYa Rodrigues Correia, Nádia Fabrici
TEXT: Marco Martins in Zusammenarbeit mit Beiträgen der Darsteller_innen und Djaimilia Pereira de Almeida
MUSIK: Tia Maria Produções
CHOREOGRAFIE: Vânia Rovisco
BÜHNENBILDASSISTENZ UND DRAMATURGISCHE UNTERSTÜTZUNG: Rita Quelhas
BÜHNENBILD: fala atelier
LICHT: Nuno Meira
SOUNDDESIGN UND TONTECHNIK: Vítor Santos
CASTING: José Pires
SZENOGRAFISSCHE KONSTRULTION, PRODUKTION UND HERSTELLUNG: Artworks
MANAGEMENT ARENA ENSEMBLE: Marta Delgado Martins
PRODUKTIONSLEITUNG: Flávio Catelli
PRODUKTIONSKOORDINATION: Mariana Brandão

Dank an: Alexandrina Barros de Pina, Beatriz Maciel, Denise Souto, Filomena Correia, Maria Stella Barbosa de Oliveira, Miriam Pontífice, Poly Ferreira, Rosana Peixoto; Augusto Cabrita Municipal Auditorium Team, Adelaide Silva (Almada Mundo), Ângela Fernandes Barbosa (Centro Cultural de Cabo Verde), Keilla Gonçalves (Conexão Feminina – Setúbal), Larissa Birca (Associação Moldava), Lígia Almeida (Ad Sumus – Almada), Ministério dos Filmes, Natércia Pedro (Centro Comunitário Arrentela), Nuno Lopes, Patrícia Brederode (Casa do Brasil), Pedro Lisboa (coordenador RSI Montijo), Pedro Santarém (C.M Barreiro), Pensão Favorita (Porto), Príncipe Discos, Samantha Costa, Sandra Coelho (Cinema-Teatro Joaquim d’Almeida), Sandra Pratas Rodrigues (Montijo), Sílvia Gil, Soraia Talento Marques (Alto Comissariado para as Migrações)

Koproduktion: Arena Ensemble, Artemrede, Rota Clandestina/C.M. Setúbal, Teatro Municipal do Porto – Rivoli and São Luiz Teatro Municipal/PROSPERO – Extended Theatre
Unterstützung: DGArtes, Microcrete, Pensão Favorita – Porto, Príncipe Discos. Ministério dos Filmes, SMS Vending. Gemeinden von Barreiro, Almada, Montijo und Lissabon

Dauer: ca. 100 Minuten

Gefördert durch das europäische Theaternetzwerk PROSPERO – Extended Theatre