Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht)Foto: © Jean-Louis Fernandez, 2020
Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht), Foto: © Jean-Louis Fernandez, 2020 
Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht)Foto: © Jean-Louis Fernandez, 2020
Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht), Foto: © Jean-Louis Fernandez, 2020 
Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht)Foto: © Jean-Louis Fernamdez, 2020
Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht), Foto: © Jean-Louis Fernamdez, 2020 
Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht)Foto: © Jean-Louis Fernandez, 2020
Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht), Foto: © Jean-Louis Fernandez, 2020 
Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht)Foto: © Jean-Louis Fernandez, 2020
Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht), Foto: © Jean-Louis Fernandez, 2020 
Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht)Foto: © Jean-Louis Fernandez, 2020
Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht), Foto: © Jean-Louis Fernandez, 2020 
Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht)Foto: © Jean-Louis Fernandez, 2020
Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht), Foto: © Jean-Louis Fernandez, 2020 
Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht)Foto: © Jean-Louis Fernandez, 2020
Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht), Foto: © Jean-Louis Fernandez, 2020 
 

Qui a tué mon père
(Wer hat meinen Vater umgebracht)

von Édouard Louis
Regie: Thomas Ostermeier

Globe

Auf Französisch mit deutschen und englischen Übertiteln

04.06.2024, 20.00–21.30
Auf Französisch mit deutschen und englischen Übertiteln und zusätzlich mobilen Übertiteln auf Spanisch

»Meine ganze Kindheit über hoffte ich, Du würdest verschwinden.« – Der Abscheu vor seinem gewalttätigen, trunksüchtigen, rechtsradikalen Vater, dessen homophobe Wutausbrüche ihn als schwulen Heranwachsenden in der französischen Provinz fürs Leben traumatisierten, sitzt bei Édouard Louis tief. Doch wenn der französische Autor in seinem jüngsten Text seinem heute schwerkranken Vater gegenübertritt, hat sich die Wut zu Mitgefühl gewandelt: »Du kannst dich nicht mehr hinters Steuer setzen, darfst keinen Alkohol mehr trinken, kannst dich nicht mehr alleine duschen, ohne dass das ein enormes Risiko bedeuten würde. Du bist gerade mal über fünfzig. Du gehörst zu jener Kategorie von Menschen, für die die Politik einen verfrühten Tod vorgesehen hat.« Der scheinbare Täter ist zum Opfer geworden. Sein Hang zur Gewalt erscheint nunmehr als Konsequenz einer kontinuierlich erlittenen Demütigung und sozialen Gewalt. Ausgehend vom zerstörten Körper seines Vaters unternimmt Louis den Versuch einer widerständigen Neuschreibung der jüngsten politischen und gesellschaftlichen Geschichte  Frankreichs. Es ist die Chronik eines sukzessiven Mordes, einer vorsätzlichen Verstümmelung durch neoliberale »Reformen«, ihrer Brutalität gegenüber all den Arbeitenden, die ihre Folgen am eigenen Leib erleben müssen. Ein polemisches und rebellisches Pamphlet gegen Vergessen, Ausgrenzung und die physische Gewalt der Klassengesellschaft – und zugleich eine intime Liebeserklärung an einen Menschen, der es einem fast unmöglich macht, ihn zu lieben.

Anknüpfend an die gemeinsame Arbeit an der Adaption seines Romans »Im Herzen der Gewalt« bringt Édouard Louis, inszeniert von Thomas Ostermeier, erstmals ein von ihm verfasstes Werk selbst als Darsteller auf die Bühne.

Regie: Thomas Ostermeier
Video: Sébastien Dupouey, Marie Sanchez
Bühne: Nina Wetzel
Kostüme: Caroline Tavernier
Musik: Sylvain Jacques
Dramaturgie: Florian Borchmeyer, Elisa Leroy
Produktion: Elisa Leroy, Anne Arnz
Licht: Erich Schneider
Dauer: ca. 90 Minuten

Premiere war am 7. Oktober 2021 in Berlin, Premiere in Paris war am 9. September 2020

Gastspiele

Amsterdam (Februar 2022)
New York (Mai 2022)
Thessaloniki (Oktober 2022)
Stockholm (November 2022)
Madrid (Januar 2023)
Girona (Oktober 2023)
Adelaide (März 2024)

 

»Qui a tué mon père (Wer hat meinen Vater umgebracht)« ist eine Produktion der Schaubühne und Théâtre de la Ville Paris.
Gefördert aus Mitteln des Landes Berlin, Senatsverwaltung für Kultur und Europa.
 

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