24.11.2020, 20.30   > Ticket

Wiederaufnahme (in neuer Version)

Rückkehr nach Reims

nach dem gleichnamigen Roman von Didier Eribon
Regie: Thomas Ostermeier
Globe


Aus dem Französischen von Tobias Haberkorn
In einer Fassung der Schaubühne
Wiederaufnahme (in neuer Version)

Ein Tonstudio. Eine Schauspielerin und ein Regisseur arbeiten an dem filmischen Essay »Rückkehr nach Reims«–die Adaption eines Buchs des französischen Soziologen Didier Eribon. Protagonist des Films ist der Autor selbst, der sich zu einer Art Erinnerungsreise aufmacht. In einer Mischung aus persönlichem Bekenntnis und soziologischer Analyse berichtet Eribon von der Wiederbegegnung mit seiner Heimatstadt und seiner Familie, die er seit seiner Karriere als Intellektueller in Paris jahrzehntelang nicht mehr gesehen hat, nicht sehen wollte. Die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit stößt ihn auf die blinden Flecke der gesellschaftlichen Gegenwart: die Exklusionsmechanismen eines Bürgertums, dem er inzwischen selbst angehört, und einer einst kommunistischen Arbeiterklasse, die, vergessen und ohne Repräsentation, den Rechtspopulisten des Front National in die Arme läuft. Wie konnte es dazu kommen? Was ist der Anteil der Linken daran, was sein eigener als Intellektueller, der seine Herkunft verleugnet? Welchen Ausweg gibt es? Fragen, denen Eribon nachgeht, während er sich auf die Spurensuche in Reims begibt. Fragen aber auch, die den Regisseur und die Schauspielerin beim Fertigstellen des Films nicht loslassen.

Thomas Ostermeiers Inszenierung »Rückkehr nach Reims« wurde 2018 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Nun ist sie, in überarbeiteter Form und neuer Besetzung, wieder an der Schaubühne zu sehen.

Regie: Thomas Ostermeier
Bühne und Kostüme: Nina Wetzel
Mitarbeit Bühne: Doreen Back
Musik: Nils Ostendorf
Sounddesign: Jochen Jezussek
Dramaturgie: Florian Borchmeyer, Maja Zade
Licht: Erich Schneider
Filmregie: Sébastien Dupouey, Thomas Ostermeier
Kamera: Sébastien Dupouey, Marcus Lenz
Filmschnitt: Sébastien Dupouey
Originalton Film: Peter Carstens
Videotechnik Film: Jake Witlen
Produktionsleitung Film: Stefan Nagel

Mit: Isabelle Redfern, Christian Tschirner

Premiere in neuer Besetzung am 19. November 2020


Koproduktion mit dem Manchester International Festival MIF, HOME Manchester und dem Théâtre de la Ville Paris.
Gefördert durch die LOTTO-Stiftung Berlin

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