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27.02.2021, 19.00 – 22.00
Livestream

Mit englischen Untertiteln

Orest in Mossul

Film von Milo Rau
Deutschland/Schweiz 2020
Filmvorführung und anschließende Diskussion mit Klaus Theweleit, Mohammad Al Attar, Susana AbdulMajd und Eline Banken


Orestes-c-armin-smailovic_834x540»Orest in Mossul«, Foto © Armin Smailovic

Wie lässt sich ein Verbrechen sühnen, ohne neue Gewalt zu provozieren? Kann ein Mensch, der jahrelang vom »Islamischen Staat« unterdrückt und gefoltert wird, seinem Peiniger vergeben? Wie in der Orestie, Aischylos’ antiker Trilogie und Gründungsmythos der abendländischen Zivilisation, endet der tragische Held Orest auch in Mossul vor einem Tribunal: Ein Versuch, den endlosen Kreislauf von Rachemorden mit der Einführung eines modernen Rechtssystems zu durchbrechen. Ein vielsprachiges Ensemble mit europäischen und irakischen Schauspieler_innen, eine irakische Schauspielschulklasse, Musiker_innen und Laien erzählen von sich und ihrem Leben in einer zerstörten Stadt.

Das Nachgespräch im Anschluss an die Filmvorführung greift die zentrale Frage der Theater- und Filmarbeit auf: Wie lässt sich ein Verbrechen sühnen, ohne neue Gewalt zu provozieren? In welchen Wiederholungszwängen verstricken wir uns immer wieder selbst? Außerdem wendet sich das Panel den Herausforderungen globaler Kunstproduktion zu: Wie kann der »Globale Realismus« , als künstlerisches Programm von IIPM/Milo Rau, vermeiden, die dargestellten Gewalt- und Abhängigkeitsverhältnisse bloss zu wiederholen? Wie kann globale Kunst gleichberechtigt und nachhaltig sein? Im Gespräch mit dem Kulturtheoretiker und Schriftsteller Klaus Theweleit, dem Theaterautor Mohammad Al Attar und der Schauspielerin Susana AbdulMajd hinterfragt die Dramaturgin Eline Banken Bedingungen der globalen Kunstproduktion ebenso wie die Bedeutung von künstlerischen Strategien des Widerstands.

Die Diskussion findet in englischer Sprache statt. 

School of Resistance

Eine Film- und Diskussionsreihe von IIPM in Zusammenarbeit mit dem NTGent und der Akademie der Künste vom 24. bis 28. Februar

Auf der Suche nach Strategien des Widerstands gründeten Milo Rau, das IIPM (International Institute of Political Murder) und das NTGent im Mai 2020 eine global vernetzte „School of Resistance“ als Livestream-Debattenreihe. Nun landet sie als symbolische Institution der Zukunft an der Akademie der Künste, Berlin und hinterfragt in Rückgriff auf bisherige Projekte ästhetische Praktiken des Widerstands. Aktivist_innen und Künstler_innen diskutieren gemeinsam über Kunst als transformatorische, realitätsschaffende Praxis.

Seit bald 15 Jahren bearbeiten Milo Rau und das IIPM mithilfe von Installationen, Theaterstücken, Filmen, Büchern und politischen Interventionen die Widersprüche des globalen Kapitalismus. Die Verschränkung von Aktivismus und Kunst führt dabei zu einer Erweiterung künstlerischer Strategien und trägt zugleich zur Entgrenzung des Kunstbegriffs bei. Wie kann Kunst auf Zustände der Krise reagieren? Wie kann sie zu Strategien des Widerstands beitragen? Sechs filmische Arbeiten von Milo Rau bilden bei dieser Untersuchung den Ausgangspunkt: The Last Days of the Ceausescus (2009/10), The Moscow Trials (2014), The General Assembly (2017), The Congo Tribunal (2017), Orestes in Mosul (2020) und The New Gospel (2020). Dabei hinterfragt die »School of Resistance« an der Akademie der Künste die Bedingungen globaler Kunstproduktion ebenso wie die künstlerischen Strategien des IIPM selbst. 


Weitere Informationen

> School of Resistance / IIPM
> School of Resistance / Akademie der Künste

 

 

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