05.12.2022, 19.30   > Ticket

6 € / erm. 3 €

Streit ums Politische: »Postsowjetische Stimmungen«

Heinz Bude im Gespräch mit Alice Bota (Autorin und Journalistin)
Studio


An diesem Abend stehen die postsowjetischen Stimmungen in Russland und den russifizierten Ländern des einstigen Ostblocks zur Debatte. Es geht um die Vorstellung von Größe, die nach dem Untergang der Sowjetunion in den Köpfen und Herzen der Menschen übriggeblieben ist, die heute mit oder gegen Putin kämpfen. Woran glauben sie und was fürchten sie – und wie kann der Osten Europas zur Ruhe kommen? Alice Bota hat von 2015 bis 2021 für DIE ZEIT aus dem postsowjetischen Raum berichtet. 2021 ist ihr Buch »Die Frauen von Belarus. Von Revolution, Mut und dem Drang nach Freiheit« erschienen, mit dem sie 2022 in der Endrunde für den Deutschen Sachbuchpreis war.

ALICE BOTA hat von 2015 bis 2021 für DIE ZEIT aus dem postsowjetischen Raum berichtet. 2021 ist ihr Buch »Die Frauen von Belarus. Von Revolution, Mut und dem Drang nach Freiheit« erschienen, für das sie 2022 in der Endauswahl für den Deutschen Sachbuchpreis war.

Streit ums Politische 2022/23: »Krieg und Frieden«

Krieg und Frieden beschreiben nicht nur politische oder juristische Verhältnisse, sondern sind Gesellschaftszustände. In dieser Spielzeit diskutiert Heinz Bude mit seinen Gästen, wie im Frieden der Krieg entsteht – und im Krieg der Frieden vorbereitet werden muss. Mit besonderer Aufmerksamkeit für die offenbar nicht richtig eingeschätzte Bedrohung durch den russischen Imperialismus stellt sich die Frage, wie sich dieser Angriffskrieg auf die Ukraine im Frieden nach 1989 angebahnt hat und wie sich der Friede in einer Kriegsgesellschaft Bahn brechen kann.

»Streit ums Politische« ist eine politische Diskussionsreihe mit Heinz Bude an der Schaubühne, die seit der Spielzeit 2011/12 regelmäßig stattfindet. Jeweils zu Beginn einer neuen Spielzeit werden an vier Terminen ein oder mehrere Gäste eingeladen, die zu unterschiedlichen Aspekten des gewählten Themas diskutieren.

Heinz Bude wurde 1954 in Wuppertal geboren. Er lebt seit 1974 in Berlin und ist seit 2000 Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel. Er beschäftigt sich mit den Veränderungen sozialer Ungleichheit und was diese für die Selbstgegebenheit von Gegenwartsgesellschaften bedeutet. 2014 ist »Gesellschaft der Angst« erschienen, das inzwischen in der sechsten Auflage vorliegt, 2016 »Das Gefühl der Welt. Über die Macht von Stimmungen«, 2018 »Adorno für Ruinenkinder. Eine Geschichte von 1968« und 2019 »Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee«. Im Jahr 2020 erschien sein Roman »Aufprall«, den er gemeinsam mit Bettina Munk und Karin Wieland verfasst hat.


In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung

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