23.10.2022, 12.00   > Ticket

6 € / erm. 3 €

Streitraum: »Emanzipation und Protest«

Carolin Emcke im Gespräch mit Eva von Redecker
Saal A


»Gänzlich zugute kommen die bestehenden Verhältnisse langfristig niemanden und kurzfristig nur einigen wenigen«, schreibt die Philosophin Eva von Redecker in »Revolution für das Leben« und zielt damit auf die Frage, die uns die ganze Spielzeit über beschäftigen wird: wie sich aus diesen Verhältnissen befreien? Könnte ein anderer Freiheitsbegriff der Schlüssel sein? Wenn wir beginnen, Freiheit stärker zeitlich zu denken, könnte sie nicht länger egoistische Ansprüche panzern. Im Gegenteil: Sie würde sich in allen Facetten der Emanzipation entfalten und als Solidarität erlebbar werden.

Streitraum 2022/23: Emanzipation – und wenn ja, wie viele?

Der Begriff der Freiheit ist zunehmend ausgehöhlt und missbraucht. Entweder als Maskerade für eine Ökonomisierung der Lebenswelt und neoliberale De-regulierung oder als Verkleidung rechter Fantasien. Wie ließe sich ein substantiellerer, progressiver Begriff von Emanzipation für die Gegenwart aus- buchstabieren? Wie lässt sich Emanzipation hin zu einer solidarischeren Gesellschaft denken? Emanzipation muss immer im Plural entwickelt und gefordert werden, weil es unterschiedliche Konflikte und Repressionen sind, gegen die es anzutreten gilt. Emanzipation von fossilen Energien und den Ideologien, die daran gekoppelt waren, aber auch Emanzipation von autoritären, rassistischen, patriarchalen Strukturen und Praktiken. Wie lässt sich eine sozial gerechtere Gesellschaft denken, welche emanzipatorischen Bewegungen und Utopien geben uns Hoffnung?

Der Streitraum ist eine monatliche Diskussionsveranstaltung an der Schaubühne und wird seit 2004 von der Publizistin und Autorin Carolin Emcke moderiert und kuratiert. Eingeladen werden Wissenschaftler_innen, Autor_innen, Politiker_innen, Künstler_innen und andere Personen des öffentlichen Lebens. Der Streitraum behandelt in jeder Spielzeit ein anderes Thema.

 


Streitraum wird gefördert durch die

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