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13.03.2016, 12.00

Streitraum: Das Gefühl der Welt

Carolin Emcke im Gespräch mit Heinz Bude


In seinem jüngsten Buch »Das Gefühl der Welt« stellt der Soziologe Heinz Bude die Frage: »In was für einer Stimmung befinden wir uns heute?« Ohne Zweifel stehen wir am Ende einer Periode von ungefähr dreißig Jahren, in der sich die Welt grundlegend verändert hat. Viele fragen sich ängstlich, wie es weitergeht; manche schauen, was den Kapitalismus oder den Westen angeht, ins Herz der Finsternis und ganz viele sind für sich optimistisch, aber fürs Ganze einigermaßen pessimistisch. Stimmungen sind kein Opium fürs Volk. Sie vermitteln uns viel mehr ein Gefühl der Welt und konfrontieren uns mit der Frage, wie wir weiter leben und die Welt gestalten wollen. Welche Gefühle braucht es für eine offene Gesellschaft und welche bedürfen der Vermittlung, der Balancierung, der Hemmung, wenn die Gesellschaft gerecht und inklusiv sein soll?

Heinz Bude (geboren 1954 in Wuppertal) studierte Soziologie, Philosophie und Psychologie an der Universität Tübingen und der Freien Universität Berlin. Von 1992 bis 2014 war er Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung und leitete dort ab 1997 den Forschungsbereich »Die Gesellschaft der Bundesrepublik«. 1994 Habilitation für Soziologie mit einer Studie zur Herkunftsgeschichte der 68er-Generation. Seit 2000 ist er Professor für Makrosoziologie in Kassel. Seit 2011 ist er Gastgeber der Reihe »Streit ums Politische« an der Schaubühne. Jüngere Publikationen sind u. a. »Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft« (2008), »Bildungspanik. Was unsere Gesellschaft spaltet« (2011) und »Gesellschaft der Angst« (2014). In seinem neuen Buch »Das Gefühl der Welt« (2016) setzt er sich mit der Macht von Stimmungen auseinander und analysiert, warum sie in der Politik oft entscheidender sind als Argumente.


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