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13.03.2022, 12.00 – 14.23
Livestream

6€ / erm. 3€

Streitraum: »Geschlecht und sexuelle Identität oder: die Lust an/in der Vielfalt«

Carolin Emcke im Gespräch mit Tessa Ganserer (Abgeordnete der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen), Heinrich Horwitz (Regisseur_in, Choreograf_in und Schauspieler_in), Tucké Royale (Autor, Schauspieler, Regisseur und Musiker) und Paula-Irene Villa Braslavsky (Professorin für Gender-Studies an der LMU München)
Saal A


Noch immer dienen Fragen der Vielfalt von Körperlichkeiten, Geschlechtern und Sexualitäten als diskursives Konfliktfeld, auf dem Machtverhältnisse etabliert oder infrage gestellt werden. Noch immer müssen LGBTIQ* um Sichtbarkeit und Schutz vor Diskriminierung und Gewalt ringen. Während die rechtliche Anerkennung von trans* und nicht-binären Menschen die Vielfalt der Geschlechter zunehmend wahrnimmt, durchziehen patriarchale Abwehrreflexe gegen »GenderWahn« nicht nur rechte Foren, sondern auch manche FeuilletonDebatten. Wie lassen sich diese Ungleichzeitigkeiten erklären? Was brauchen LGBTIQ*, um sich sicher und respektiert zu wissen?

TESSA GANSERER (*1977, Zwiesel) ist studierte Försterin und seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages für Bündnis 90/Die Grünen. Zuvor war sie von 2013 bis 2021 Mitglied des Bayerischen Landtags. Dort vertrat sie ihre Fraktion als Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie sowie im Ausschuss für Fragen des öffentlichen Dienstes. Sie war die erste Abgeordnete in Deutschland, die sich 2018 öffentlich als trans* geoutet hat.

HEINRICH HORWITZ (*1984, München) ist Regisseur_in, Choreograf_in, Schauspieler_in und Dozent_in für Regie. Horwitz studierte Schauspielregie und Choreografie an der HfS Ernst Busch Berlin. Horwitz realisierte Produktionen in der freien Szene, an Stadttheatern und im Bereich der Neuen Musik und arbeitet auch als Schauspieler_in. Für ihre Rolle in »Bruder Esel« erhielt Horwitz den Adolf-Grimme-Preis. Zudem erhielt Horwitz den Tanz- und Theaterpreis der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg.

TUCKÉ ROYALE (*1984, Quedlinburg) arbeitet als Autor, Schau- spieler, Regisseur, Musiker und Dozent für Regie. Er studierte zunächst Judaistik an der FU Berlin und dann Puppenspielkunst an der HfS Ernst Busch. Sein Solostück »TUCKÉ ROYALE und Ich beiße mir auf die Zunge und frühstücke den Belag, den meine Rabeneltern mir hinterließen« wurde international gezeigt. 2017 feierte sein Musical »Mit Dolores Habt Ihr Nicht Gerechnet« Uraufführung am Maxim Gorki Theater Berlin. »Neubau Ein Heimatfilm« wurde beim Filmfestival Max Ophüls ausgezeichnet.

PAULA-IRENE VILLA BRASLAVSKY (*1968, Santiago de Chile) ist Diplom-Soziologin und seit 2008 Lehrstuhlinhaberin für Allgemeine Soziologie/Gender Studies am Institut für Soziologie der LMU München. Sie hat Sozialwissenschaften und Soziologie studiert, in einem DFG Graduiertenkolleg promoviert und wurde 2007 an der Universität Hannover habilitiert. Sie arbeitet empirisch zu den Themen Biopolitik (Körpersoziologie), Elternschaft, Care, Populärkultur/Cultural Studies und Gender & Science.

Pluralisierung der Gegenwart – Pluralisierung der Erinnerung?

In den letzten Jahren haben nicht nur die Auseinandersetzung mit dem NSU und die Black Lives Matter Bewegung schmerzhaft deutlich gemacht, wie ungehindert und unreflektiert noch Rassismus, Antisemitismus und neonationalistische Bewegungen ihre Menschenverachtung und ihre Gewalt ausleben können. Die kritische Reflexion auf die rechten Netzwerke der Gegenwart muss immer auch die Frage zulassen, welche historischen Kontinuitäten sich in ihnen zeigen und welche nicht. Eine säkulare, offene, pluralisierte Demokratie darf sich nicht nur als säkular, offen und pluralistisch behaupten – und die eigenen blinden Flecken, die eigenen religiösen, kulturellen, sozialen Normierungen unangetastet lassen. Wie lässt sich der demokratische Diskurs, die demokratische Teilhabe wirklich pluralisieren, welche Geschichte/n müssen erzählt werden und wie lassen sich die Konflikte um Deutungen und Erfahrungen konstruktiv gestalten?

Der Streitraum ist eine monatliche Diskussionsveranstaltung an der Schaubühne und wird seit 2004 von der Publizistin und Autorin Carolin Emcke moderiert und kuratiert. Eingeladen werden Wissenschaftler_innen, Autor_innen, Politiker_innen, Künstler_innen und andere Personen des öffentlichen Lebens. Der Streitraum behandelt in jeder Spielzeit ein anderes Thema.


Streitraum wird gefördert durch die

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