Streitraum mit Carolin Emcke und Gästen
Streitraum mit Carolin Emcke und Gästen 
Carolin EmckeFoto: Andreas Labes
Carolin Emcke, Foto: Andreas Labes 
 

Streitraum: »Klimakrise und Protest«

Carolin Emcke im Gespräch mit Lea Bonasera (Mitgründerin Letzte Generation), Martin Kaiser (geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland) und Ronen Steinke (Jurist und Journalist) 

Saal B

17.12.2023, 12.00–14.00 Livestream

Die Klimakatastrophe wartet nicht auf uns. Zeit ist eine knappe Ressource geworden. Das erklärt die Dringlichkeit, mit der die Klimabewegungen weltweit versuchen, die politischen Akteure zu schnellerem Handeln zu bewegen, und auch das Spektrum an Protestformen und zivilem Ungehorsam, mit denen aufbegehrt wird gegen das fossile Weiter-So. Die staatlichen Reaktionen auf die Interventionen der Letzten Generation waren vor allem kriminalisierend. Welche Rolle kommt dem zivilen Ungehorsam in einer Demokratie zu? Wie balanciert sich das Verhältnis von Legalität und Legimitität im Angesicht der Klimakatastrophe? Wie lässt sich mobilisieren für mehr Klimaschutz und eine kulturelle Hegemonie erlangen, ohne soziale Konflikte zu vertiefen?

LEA BONASERA (*1997) hat Internationale Beziehungen in Oxford studiert und promoviert zum Thema Ziviler Widerstand in Demokratien. Sie hat selbst viele Male auf der Straße, vor Ministerien oder im Hungerstreik Widerstand geleistet und die Letzte Generation mitgegründet. 2023 erschien ihr Buch »Die Zeit für Mut ist jetzt. Wie uns ziviler Widerstand aus Krisen führt« (S. Fischer Verlag).

MARTIN KAISER (*1965 in Würzburg), diplomierter Forstingenieur und Geoökologe, ist seit 1998 bei Greenpeace aktiv. Seit 2016 ist er geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland. Er kämpft für die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels und gegen das Artensterben. Er leitete zahlreiche, internationale Klima- und Biodiversitätskampagnen und verantwortete die internationale Greenpeace-Arbeit auf globalen Klimakonferenzen und Politikgipfeln, allen voran dem Klimagipfel von Paris 2015.

RONEN STEINKE (*1983 in Erlangen) ist promovierter Jurist und arbeitet als Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung. Er arbeitete in Anwaltskanzleien, einem Jugendgefängnis und beim UN-Jugoslawientribunal in Den Haag. Im Berlin Verlag erschien 2017 sein hochgelobtes Buch »Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin«. 2020 folgte »Terror gegen Juden. Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt« und 2022 der Bestseller »Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich. Die neue Klassenjustiz«.

Streitraum wird gefördert durch die

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