Streitraum: »Der neue Faschismus«
Carolin Emcke im Gespräch mit Eva von Redecker (Philosophin und Autorin)
Saal B
Wie hilfreich ist der Begriff des Faschismus, wenn wir über die Gegenwart sprechen? Welche politischen, sozialen, ökonomischen Dynamiken lassen sich damit in den Blick nehmen? Eine Aktualisie- rung und Neujustierung des Begriffs ist nötig, wenn wir den rechtsradikalen, autoritären, rassistischen Bewegungen und Regimen etwas entgegensetzen wollen. Welche Rolle spielt der entfesselte Finanzkapitalismus und die Übermacht der Tech-Oligarchen für die Aushöhlung der Demokratie? In ihrem neuen Buch »Dieser Drang nach Härte« befragt die Philosophin Eva von Redecker die Bedingun- gen und Erscheinungsformen des Faschismus der Gegenwart.
EVA VON REDECKER (*1982, Kiel) ist Philosophin und
freie Autorin. Von 2009 bis 2019 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin und als Gastwissenschaftlerin an der Cambridge University sowie der New School for Social Research in New York tätig. 2020/2021 hatte sie ein Marie-Skłodowska-Curie-Stipendium an der Universität von Verona inne, wo sie zur Geschichte des Eigentums forschte. Eva von Redecker beschäftigt sich mit Kritischer Theorie, Feminismus, Kapitalismuskritik und Autoritarismus, sie schreibt Beiträge u.a. für Die ZEIT, The Guardian oder das Philosophie Magazin. Zuletzt erschienen ihre Bücher »Bleibefreiheit« (2025), das auf der Shortlist des NDR Sachbuchpreises stand, und »Revolution für das Leben. Philosophie der neuen Protestformen« (2020) sowie ein
Vorwort zur Jubiläumsausgabe der »Dialektik der Aufklärung«. Ihr neuestes Buch »Dieser Drang nach Härte. Über den neuen Faschismus« erschien im März 2026.