18.04.2015, 20.00 – 22.15

Flämisch und Französisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Im Anschluss Publikumsgespräch

The Civil Wars

von Milo Rau
Konzept, Text und Regie: Milo Rau


F.I.N.D. #15
Koproduktion mit dem International Institute of Political Murder (Schweiz/Deutschland)

In »The Civil Wars« entwerfen vier belgische und französische Schauspieler – ausgehend von der Frage, was junge Europäer dazu treibt, nach Syrien zu reisen, um dort einen Gottesstaat zu errichten – ein tableau vivant der jüngsten Geschichte Europas und der conditio humana im beginnenden 21. Jahrhundert. Sie erinnern sich an ihre eigene Jugend, sie erzählen von ihren Vätern und wie sie sich von ihnen losgesagt haben. Sie sprechen über Wahnsinn, Glaube und politische Überzeugungen und fragen, was davon übrig geblieben ist. Wohin treibt Europa? Was hält diese Gesellschaft noch zusammen in einer Epoche der Radikalismen, der sich ankündigenden Klimakriege und des allgemeinen Werteverfalls? Wie übersetzt sich eine kulturelle Umbruchzeit in private Lebensläufe? Und taugt das Theater heute noch als politisches Reflexionsmedium? Mit »The Civil Wars« entwickelt der Schweizer Theatermacher Milo Rau eine Inszenierung über die Prämissen von Revolte und politischem Engagement. 

Milo Rau (*1977, Bern) ist Regisseur, Theaterautor, Journalist und Essayist. Studium der Germanistik, Romanistik und Soziologie in Zürich, Berlin und Paris. Journalistische Tätigkeit für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, u. a. für die Neue Zürcher Zeitung. 2007 Gründung des International Institute of Political Murder (IIPM), welches für eine neue, dokumentarisch und ästhetisch verdichtete Form politischer Kunst steht. Zahl reiche Theaterprojekte, u. a. »Hate Radio«, welches 2012 zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde. 2014 Auszeichnung mit dem Schweizer Theaterpreis. 

>>> Englischsprachiger Essay zum Stück in Pearson's Preview: Milo Rau, »The Civil Wars«, and Europe on trial.

Konzept, Text und Regie: Milo Rau

Dauer: ca. 135 Minuten


Koproduktion des IIPM – International Institute of Political Murder mit Kunstenfestivaldesarts Brüssel, Beursschouwburg Brüssel, Zürcher Theater Spektakel, Kaserne Basel, Schlachthaus Theater Bern, La Bâtie – Festival de Genève, Schaubühne am Lehniner Platz Berlin und Théâtre Nanterre-Amandiers Paris. Mit Unterstützung der Stadt Zürich Kultur, Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung, Migros Kulturprozent, kulturelles.bl, Kanton St. Gallen Kulturförderung / Swisslos, Paul Schiller Stiftung, GGG Basel, Goethe-Institut Brüssel und Pianofabriek Brüssel.