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The Last Supper

Konzept und Regie: Ahmed El Attar (Ägypten)


Gastspiel im Rahmen von FIND 2016

Nach dem Arabischen Frühling und der Revolution auf dem Tahrir-Platz befindet sich Ägypten im gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Wandel. »The Last Supper« beleuchtet diese Gesellschaft im Umbruch aus der Perspektive der oberen Zehntausend: Die Mitglieder einer reichen Kairoer Großfamilie kommen anlässlich eines Abendessens zusammen. Elf höchst verschiedene Figuren, vom Kindermädchen über den hochrangigen Offizier, die sehr westlich gekleidete und geschminkte Tochter, die sich verschleiernde Schwiegertochter, die bereits mehrfache Mutter ist, bis zum schwerreichen Patriarchen, treffen am Esstisch aufeinander. Man plaudert über die Kinder, philosophiert darüber, woher das beste Personal stammt, diskutiert über Politik oder streitet darum, ob London oder Paris die interessantere Shopping-Metropole ist. Zunehmend entlarven die Gespräche bei Tisch die Gedankenlosigkeit, Sinnleere und die unüberbrückbare Kluft zwischen Oberschicht und einfachem Volk.
Ahmed El Attars Texte, die er selbst inszeniert, sind inspiriert von den unterschiedlichsten Einflüssen aus der Wirklichkeit, u. a. Schulbücher, Predigten oder politische Reden, klassische Literatur, Popkultur und Kaffeehausgespräche. Bildlich angelehnt an Leonardo da Vincis »Das Abendmahl« zeichnet Ahmed El Attar in »The Last Supper« ein Tableau der ägyptischen Gesellschaft nach dem Sturz Mubaraks. Ein Porträt von Doppelmoral, Nihilismus und konsumgesteuerter Ignoranz der ägyptischen Bourgeoisie.

Ahmed El Attar, geboren in Kairo. Theaterregisseur, Autor und Übersetzer. Er studierte an der American University in Kairo und schloss sein Theater-Studium 1992 mit dem Bachelor ab. MA in Arts and Cultural Management an der Paris III Sorbonne Nouvelle. Zahlreiche Arbeiten als Regisseur. Er ist Gründer und künstlerischer Leiter der Temple Independent Theatre Company und von Orient Productions für Film und Theater sowie künstlerischer Leiter des Downtown Contemporary Arts Festival (D-CAF) und dem Falaki Theater. Außerdem leitet er das von ihm mitbegründete Theaterzentrum Emad Eddin, welches Proben- und Trainingsräume sowie Residenzen an Performer in Kairo zur Verfügung stellt. Von der ägyptischen Ausgabe der Newsweek wurde er zu einer von 42 Personen gewählt, die wesentlichen Einfluss auf die Veränderung in der Arabischen Welt genommen haben.

>>> Englischsprachige Q&A zum Stück in Pearson's Preview: A conversation with Ahmed El Attar

Konzept und Regie: Ahmed El Attar
Bühne und Kostüme: Hussein Baydoun
Licht: Charlie Aström
Musik: Hassan Khan
Sound: Hussein Sami

Mit: Boutros Boutros-Ghali, Mahmoud El Haddad, Ahmed Farag, Mona Farag, Mohamed Hatem, Ramsi Lehner, Nanda Mohammad, Sayed Ragab, Abdel Rahman Nasser, Mona Soliman, Marwa Tharwat

Dauer: ca. 55 Minuten


Eine Produktion der The Temple Independent Theatre Company in Kooperation mit Tamasi Collective.



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