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The Trip

von Anis Hamdoun (Deutschland)
Regie: Anis Hamdoun


Gastspiel im Rahmen von FIND 2016

Wie ist es, die Heimat und damit einen großen Teil seiner Identität zurückzulassen? Kann man damit zurechtkommen, dass nichts mehr so ist, wie es war? In »The Trip« erzählt der syrische Regisseur Anis Hamdoun die Geschichte von Ramie, seinem Alter Ego, der zusammen mit seinen Freunden in Homs gegen das Assad-Regime auf die Straße ging und den Bürgerkrieg als Einziger überlebte. Er flüchtet nach Deutschland, doch die Stimmen der Toten lassen ihn nicht los. Scham und Schuldbewusstsein treiben ihn zusehends in die Enge, machen ihm ein Ankommen in der Fremde unmöglich. Das Kurzdrama »The Trip« fragt nach dem Preis, den das Überleben kostet, erzählt vom Neu-Anfangen in seiner ganzen Ambivalenz und formuliert gleichzeitig eine poetische Anklage gegen den blinden Totalitarismus des Assad-Regimes. Im Rahmen des Festivals für zeitgenössisches Theater »Spieltriebe 6« arbeitete Anis Hamdoun erstmals für das Theater Osnabrück. Sein autobiografisches Stück ist seitdem im Repertoire sowie als Gastspiel zu erleben.

Anis Hamdoun, *1985 in Homs, Syrien
Regisseur. 2004 Beginn eines Studiums der Chemie. Ab 2006 war er als Regieassistent für seinen Großvater Farhan Bulbul tätig. Parallel unterrichtete er Theater und Englisch an Privatschulen und entwickelte eine eigene Unterrichtsplanung, die die Figur des arabischen Erzählers nutzt, um Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. Als Auftakt einer kulturellen Bewegung gegen des Assad-Regime realisierte er 2011 ein eigenes Theaterprojekt im Viertel Al-Khalidya. 2012 musste er Syrien verlassen, da der Geheimdienst einen engen Freund verhaftet hatte. Über Ägypten kam er Ende 2013 nach Osnabrück. Für die englische Theatergruppe The Ostensibles inszenierte Anis Hamdoun hier »Das Bildnis des Dorian Gray« und »Tartuffe«. Zudem entwickelte er mit Maan Mously das Fernsehformat »Achso from Osnabrück«, das Geflüchteten die Strukturen der Stadt erläutert.

Regie: Anis Hamdoun
Bühne: Mona Müller
Kostüme: Anna Grabow, Miriam Schliehe
Dramaturgie: Elisabeth Zimmermann

Mit: Patrick Berg, Anja S. Gläser, Marius Lamprecht, Nawar Bulbul (im Video), Zainab Alsawah (Gesang)

Dauer: ca. 60 Minuten




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