Festival Internationale Neue Dramatik 2016
Vom 7. bis 17. April

Theatermacher_ innen aus der ganzen Welt kamen im April zum Festival Internationale Neue Dramatik (FIND) an der Schaubühne zusammen. Mehr denn je ist die Auseinandersetzung mit ihren Arbeiten und ihren Lebenswirklichkeiten im Theater ein wichtiges Signal: In einer Zeit, in der Trennendes an die Stelle von Gemeinsamem getreten ist, sich in den westlichen Gesellschaften starke soziale und politische Spannungen zeigen, Arm und Reich immer weiter auseinanderdriften, die Auswirkungen und Fluchtbewegungen globaler Kriege und Krisen immer stärker auch in Europa spürbar werden und in unmittelbarer Nähe Grenzen geschlossen und rechtspopulistische Bewegungen stark werden, soll während FIND das Theater erst recht ein Ort des Austauschs und Dialogs über Ländergrenzen hinweg sein. 

Zum sechsten Mal wurde das Festival begleitet von FIND plus, dem Workshop-Programm für internationale Theaterstudierende. Gastland war in diesem Jahr die Türkei.

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Festival Internationale Neue Dramatik 2015

10 Tage, 11 Länder, 11 Regisseure. Darunter so wegweisende Theatermacher wie Simon McBurney und Milo Rau, der erstmals in Europa gastierende New Yorker Richard Nelson, Entdeckungen wie der Performer Christophe Meierhans und die chilenische Gruppe La Re-sentida, alte Bekannte wie Rafael Spregelburd, Wajdi Mouawad und Marius von Mayenburg, dessen neueste Arbeit »Stück Plastik« beim F.I.N.D. zur Uraufführung kam: Das 15. Festival Internationale Neue Dramatik zeigte vom 17. bis 26. April aktuelle Produktionen aus Argentinien, Belgien, Chile, Deutschland, Frankreich/Kanada, Großbritannien, Israel, der Schweiz, Spanien und den USA. Sie alle waren zum ersten Mal in Berlin zu sehen und untersuchten, wie der Einzelne mit politischen Wirklichkeiten konfrontiert wird und sich mit diesen auseinandersetzt.

Das zehntägige Workshop-Programm »F.I.N.D. plus« fand 2015 zum fünften Mal statt. Es brachte Schauspiel-, Regie- und Dramaturgiestudierende aus Deutschland, Frankreich und dem dritten Partnerland Tunesien zusammen. Die Studierenden begleiteten das Festival-Programm, trafen die eingeladenen Theatermacher und arbeiteten in Masterclasses zusammen. Erstmals waren auch Studenten aus dem Europäischen Theaternetzwerk PROSPERO, dessen Gründungsmitglied die Schaubühne ist, eingeladen. So konnten wir in diesem Jahr Studenten aus Berlin, Göteborg, Liège, Modena, Paris, Rennes und Tunis zu dieser ungewöhnlichen Begegnungsmöglichkeit für junge Theatermacher begrüßen. 

Mit einer Auslastung von knapp 83% konnte F.I.N.D. 2015 an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Über 5.500 Besucher sahen insgesamt 31 Vorstellungen an 10 Tagen.

Einen Überblick über das gesamte Programm finden sie hier:
> Programm F.I.N.D. 2015

Festival Internationale Neue Dramatik 2014

Beim 14. Festival Internationale Neue Dramatik präsentierte die Schaubühne vom 3. bis 13. April 2014 elf Tage lang neue Inszenierungen und Texte von Theaterautoren aus aller Welt. F.I.N.D. #14 beschäftigte sich mit der Schnittstelle von Privatem, Kunst und politischer Verantwortung. Die eingeladenen Künstler stellten sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise die Frage, inwiefern ihre Kunst eine politische Verantwortung hat und sie etwas mit ihrer Arbeit bewirken können. Ein Schwerpunkt lag auf den spanischsprachigen Ländern, wo die derzeitigen gesellschaftlichen Bewegungen und Konflikte das Zusammentreffen von Politischem und Privatem besonders sichtbar machen – in der Wirklichkeit, wie auf der Bühne.

Mit insgesamt 32 Vorstellungen an 11 Tagen, über 7.800 Besuchern und einer Auslastung von 83% war F.I.N.D. 2014 eines der erfolgreichsten Festivals Internationale Neue Dramatik in seiner vierzehnjährigen Geschichte.

Einen Überblick über das gesamte Programm finden sie hier:
> Programm F.I.N.D. 2014

Festival Internationale Neue Dramatik 2013

Mit dem bereits zum dreizehnten Mal stattfindenden Festival Internationale Neue Dramatik (F.I.N.D.) präsentierte die Schaubühne vom 16. bis 24. März 2013 neue Inszenierungen und Texte von Theatermachern aus Europa und deren Ensembles. Neun Tage lang gab F.I.N.D. Regisseuren, Schauspielern und Autoren aus Italien, Spanien, Griechenland, Ungarn, Russland und Deutschland das Wort und schaffte einen Raum für Austausch, Erfahrung und gemeinsames Nachdenken über Länder-, Sprach- und kulturelle Grenzen hinweg.
Das Festival hatte sich vorgenommen zu zeigen, dass spannendes Theater in Europa heute – allen Krisen zum Trotz – häufig gerade dort stattfindet, wo ökonomische und politische Zwänge am heftigsten wirken.

Mit insgesamt 28 Vorstellungen an 10 Tagen, über 5.700 Besuchern und einer Auslastung von 94% war F.I.N.D. 2013 eines der erfolgreichsten Festivals Internationale Neue Dramatik in seiner dreizehnjährigen Geschichte.

Das Festival-Programm als pdf können Sie hier herunterladen.
> PROGRAMM FIND 2013

Festival Internationale Neue Dramatik 2012

F.I.N.D. 2012 zeigte sich erneut als zehntägiges Gastspiel-Festival für internationale Theatermacher und deren Ensembles und setzte so die 2011 begonnene Neuausrichtung fort.

Das Festival Internationale Neue Dramatik 2012 stand im Zeichen von Adaptionen, Neubearbeitungen und Umschriften klassischer Vorlagen durch Theatermacher und -autoren: Gastspiele aus Russland, Polen, den Niederlanden und Frankreich zeigten Aneignungen und Montagen von klassischen Textvorlagen: Thomas Ostermeiers Moskauer Inszenierung von »Fräulein Julie« in einer Bearbeitung von Michail Durnenkow, Krzysztof Warlikowskis »Afrikanische Erzählungen nach Shakespeare« mit Texten von Shakespeare, J.M. Coetzee, Wajdi Mouawad und anderen Autoren, außerdem Ivo van Hoves Inszenierung »Husbands« nach John Cassavetes und »L’impasse, I am what I am« nach Kroetz und dem Unsichtbaren Komitee von Mikaël Serre. Das Autorenprojekt Hotel Bogota präsentierte neue Stücke aus Spanien, Frankreich, Belgien, Großbritannien und Schweden von Mercè Sarrias, Sylvain Levey, Manuel Pereira, Leo Butler und Jonas Khemiri, die im Berliner Hotel Bogota am Kurfürstendamm aufgeführt wurden. Auch aus Großbritannien und Island waren zwei neue Stücke zu sehen, »Bunny« von Jack Thorne und »Die Tiefe« von Jón Atli Jónasson. Performances von BLITZ aus Griechenland und SandS through the hourglass aus Australien erweiterten das Programm.

Das Workshop-Programm F.I.N.D. plus brachte zum zweiten Mal Schauspiel-, Regie- und Dramaturgiestudierende zusammen – aus Frankreich, Deutschland und erstmals Polen und Palästina. Während der zehn Tage arbeiteten die Studierenden in praktischen Workshops, trafen die Künstler des Festivals zu Diskussionen und Gesprächen und zeigten Ergebnisse ihrer Arbeit in einer abschließenden Präsentation.

Hier können Sie das Programm von 2012 downloaden:
> FIND2012.pdf

Festival Internationale Neue Dramatik 2011

Im März 2011, dem elften Jahr seit seiner Entstehung, erfand sich das Festival Internationale Neue Dramatik neu: als großes Gastspielfestival für Autoren-Theatermacher aus aller Welt unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit.

Zehn Tage lang waren renommierte Theatermacher aus Russland, Frankreich, Deutschland, Spanien, Finnland, Kanada sowie Israel und Palästina zu Gast. Zu sehen waren Uraufführungen von Wajdi Mouawad, Rodrigo García und Friederike Heller, Gastspiele von Alvis Hermanis, Yael Ronen, Jean-François Sivadier und Cilla Back, Workshop-Präsentationen von Ofira Henig und Yael Ronen sowie ein Autorenprojekt mit neuen Kurzstücken von Autoren aus Spanien, Finnland, Großbritannien, Dänemark, Norwegen, Estland und Serbien.

Zum ersten Mal in seiner Geschichte wurde F.I.N.D. begleitet von einem großen Arbeitstreffen von ca. 60 Schauspiel-, Dramaturgie- und Regiestudenten aus Berlin, Moskau, Rennes, Bordeaux und Straßburg: F.I.N.D. plus. Die Studenten besuchten alle Vorstellungen des Festivals, trafen in Diskussionsrunden und Künstlerbegegnungen auf die Regisseure und nahmen an theaterpraktischen Workshops bei renommierten Theatermachern teil. Mit großem Erfolg wurden Gastspielvorstellungen von Schulen aus jedem Land gezeigt. Mit F.I.N.D. plus gelang es, Dialog zu schaffen zwischen internationalen Nachwuchskünstlern, bedeutenden Theatermachern sowie dem Berliner Publikum.

Hier können Sie das Programm von 2011 downloaden:
> FIND2011.pdf