Um einen ersten Eindruck unserer theaterpraktischen Arbeit zu bekommen, ist es immer möglich unsere öffentlichen Workshops zu besuchen.

QuerFormat

Unsere QuerFormate richten sich an alle jungen Menschen, die Lust haben, über einen kurzen Zeitraum intensiv Theater zu machen. An fünf Terminen in einem Monat wird zu einem Thema, einer Frage oder einer Theaterform geschrieben, gespielt, gedacht und probiert. Die Ergebnisse werden in einer internen Werkschau auf unserer Probebühne präsentiert.

Im Oktober gibt es in den Herbstferien im QuerFormat »Deine Performance« für Jugendliche eine Woche lang die Möglichkeit praktisch auszuprobieren, was Performance ist und was Performance kann. Welche Anliegen, Gedanken und Gefühle treiben dich um und wie können diese in Aktionen zum Ausdruck gebracht werden? Aus ersten Ideen und Anregungen von anderen Künstler_innen entstehen eigene Performances, die am Ende der Woche in einem kleinen Showing präsentiert werden.

Wenn du also Lust und Zeit hast, fünf Tage intensiv Performancetheater zu machen, dann schreib uns ab dem 1. September eine E-Mail an theaterpaedagogik@schaubuehne.de. Die 15 Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Eine Anmeldung gilt als Bestätigung, an allen Terminen teilnehmen zu können.

Termine sind Montag bis Freitag in der zweiten Herbstferienwoche, also 29., 30., 31. Oktober und 1. November jeweils von 10–16 Uhr sowie am 2. November von 12–18 Uhr.

Poetry & Performance

Zu Poetry & Performance treffen sich unter der Leitung der Theaterpädagoginnen Grace Holme und Geraldine Mormin jeden ersten Samstag im Monat junge Menschen von 14 – 24 Jahren mit oder ohne Fluchterfahrung in der Schaubühne zu Theater- und Performancetraining sowie kreativem Schreiben. Sie tauschen Sprachen, Perspektiven und Erinnerungen. Gemeinsam gehen sie auf Schatzsuche im Alltäglichen, teilen Erfahrungen und Gedanken, schreiben eigene Texte, verfassen Gedichte. Sie erzählen von sich und von der Stadt, in der sie leben. Ihre Ergebnisse präsentieren sie im Rahmen einer performativen Lesung auf unserer Probebühne.

Termine: 1.9., 6.10., 3.11., 1.12.2018 sowie am 5.1.2019, jeweils von 14–18 Uhr
Anmeldung unter theaterpaedagogik@schaubuehne.de. Ein Einstieg ist zu jedem Termin möglich, sofern freie Plätze verfügbar sind.

Polyrealisten

Die Polyrealisten sind eine altersübergreifende Gruppe von Menschen ab 18 Jahren, die gemeinsam an der Schaubühne Theater machen. Zu Beginn der Spielzeit 2018/19 ist die Gruppe wieder offen für neue Spieler_innen. Die 15-köpfige Besetzung wird per Zufallssystem Ende September ausgelost und trifft sich zu wöchentlichen Proben ab Oktober.

In dieser Spielzeit setzen wir uns mit dem Thema »MONSTER« auseinander:

Einäugige Zyklopen, Zentauren, die halb Pferd und halb Mensch sind, ein aus toten Körperteilen zusammengeflickter Frankenstein, untote Zombies, androgyne, blutdürstige Vampire und virtuelle Taschenmonster, die man mit Bällen einfangen kann.

Das Monster ist so alt wie die Menschheit selbst.

Schon immer wird es beschrieben und verhandelt – in Mythen und Legenden wie in wissenschaftlichen Abhandlungen. Heute ist es als Fantasy-Gestalt in Schauerromanen und Gruselfilmen Teil der Popkultur. Es ist allerdings nicht lange her, dass Menschen, deren Körper nicht der Norm entsprachen, in Freakshows und Kuriositätenkabinetten ausgestellt wurden. Psychisch Kranke wurden wie Kriminelle behandelt, als »Menschenmonster« von der Gesellschaft ausgeschlossen und in sogenannte »Irrenanstalten« gesperrt.

Was sind unsere Monster, ganz real, hier und heute?

Berlin 2018. Was tabuisieren wir, schließen wir aus, wen machen wir zum verbrecherischen Sittenmonster? Wovon wenden wir uns angeekelt ab, was gruselt und verstört uns – an uns selbst, an den Menschen um uns? Was empfinden wir als »gegen die Natur«? Worüber weigern wir uns zu sprechen, was weigern wir uns zu tun oder auch nur zu denken? Was sind monströses Verhalten, monströse Konzepte, monströse Systeme in unserer Gesellschaft? Und was haben all diese Monster vielleicht miteinander zu tun?

Diese und andere Fragen bieten uns Ausgangspunkt und Reibungsfläche für eigene fiktionale Texte, persönliche Geschichten und szenische Improvisationen. Aus dem gesammelten biografischen und dokumentarischen Material entsteht ein performativer Abend, der im Studio der Schaubühne aufgeführt wird.

Wenn Du Interesse am Spielen und an der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema »Monster« hast, dann melde Dich bis zum 13. September 2018 für das Losverfahren unter theaterpaedagogik@schaubuehne.de an. Alle weiteren Informationen bekommst Du dann von uns.