stolpern

Ein theaterpädagisches Projekt

Auch in dieser Spielzeit möchten wir wieder Nicht-Professionellen eine Bühne geben. In dem Projekt »stolpern« befassen wir uns, in Zusammenarbeit mit dem Piccolo Kinder- und Jugendtheater Cottbus, mit dem Rechtsruck unserer Gesellschaft. 

Schon länger beschäftigt sich die Schaubühne auf unterschiedlichen Ebenen mit dem gesellschaftlichen Rechtsruck. Die Theaterpädagogik gibt diesem wichtigen Thema einen Schwerpunkt: mit einem umfassenden theaterpädagogischkünstlerisch-partizipativen Format in Kooperation mit dem Piccolo Kinder- und Jugendtheater Cottbus. Das theaterpädagogische Projekt stellt Verbindungslinien zwischen Vergangenheit und Gegenwart her. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Projektes »Stolpersteine« wird ausgehend von Stolpersteinen, die in beiden Städten zu finden sind, auf der Bühne nicht nur die gemeinsame Geschichte, sondern auch die gemeinsame Verantwortung verhandelt. Unzählige Stolpersteine sind in Berlin und in Cottbus zu finden. Was passiert nach dem Stolpern? Entweder man fängt sich wieder oder man fällt. Wie können wir mit dem Wissen um die Vergangenheit umgehen? Wie können wir es wach halten? Was können wir einem gesellschaftlichen Rechtsruck entgegensetzen? Was sind junge Menschen bzw. Erstwähler_innen bereit zu tun, um eine Welt zu gestalten, in der sie gern leben möchten – heute und in Zukunft? Die Städte Cottbus und Berlin werden in der theaterpädagogischen Stückentwicklung »stolpern« zum Ausgangspunkt einer theatralen Untersuchung und zum Sinnbild einer Gesellschaft, die – wie in diversen Medien und zahlreichen soziologischen Untersuchungen häufig beschrieben – im Kontext eines politischen Rechtsrucks mehr und mehr auseinanderzufallen droht. Begleitet wird die dabei entstehende Inszenierung von einem ausführlichen theaterpädagogischen Vermittlungsprogramm, das einen Workshop, eine Materialmappe und Publikumsgespräche umfasst.

Premiere am Piccolo Kinder- und Jugendtheater, Cottbus am 10. Juni 2022
Premiere an der Schaubühne, Berlin am 17. Juni 2022

Eine Kooperation mit 

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Das Projekt wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.

Ein Projekt der Bildungsagenda NS-Unrecht. 

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