Streit ums Politische 2024/25
»Einfach links«

Heinz Bude im Gespräch mit seinen Gästen

Linkes Denken ist nicht nur ziemlich schwierig geworden, vielmehr kann linkes Leben auch eine komplette Selbsttäuschung darstellen. Trotzdem funktioniert die Links-Rechts-Unterscheidung nach wie vor. Der politische Streit der Gegenwart scheint sich sogar darum zu organisieren: Der Kampf gegen Rechts und die Verteidigung progressiver Errungenschaften. Gemeinsam mit seinen Gästen befragt Heinz Bude, nachdenkend und zugespitzt, an vier Terminen zu Beginn der neuen Spielzeit die Plausibilität eines »postkritischen Denkens«, das sich nicht in der großen Geste einer imaginierten Alternative erschöpfen will. Sie nehmen das anti-politische/ -demokratische Projekt in den Blick, das die Extreme der Rechten und Linken so unangenehm nahe gebracht hat. Sie suchen nach Orten aufrührerischer Praxis, die überall und nirgends sind; und untersuchen den Riss in einer Linken, die aus den Verwobenheiten einer kolonialen Geschichte nicht mehr herausfindet.

Streit ums Politische findet als Diskussionsreihe seit der Spielzeit 2011/12 regelmäßig an der Schaubühne statt. Heinz Bude ist emeritierter Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel. Er beschäftigt sich mit den Veränderungen sozialer Ungleichheit und deren Bedeutung für die Selbstgegebenheit von Gegenwartsgesellschaften. In den letzten Jahren erschienen »Gesellschaft der Angst«, »Das Gefühl der Welt. Über die Macht von Stimmungen«, »Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee« sowie »Abschied von den Boomern«.

 

In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung

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