Streit ums Politische 2018/19: »Demokratie ohne Mehrheit?«

Der britische Politikwissenschaftlicher Peter Mair hat schon 2013 ein einem Buch mit dem Titel »Ruling the Void« (was so viel wie »Regieren der Leere« heißt), das Ende der Demokratie, so wie wir Nachgeborenen des Totalitarismus sie bisher kannten, ausgerufen. Die Parteien, die sich zwischen einen bürgerlich-konservativen und einem arbeiterlich-sozialdemokratischen Lager aufspannten, kriegen keine regierungsfähigen Mehrheiten mehr hin. Wir scheinen in westlichen Demokratien wieder in einer Zeit der charismatischen Herrschaft angekommen zu sein. Es sind die Führer von Bewegungen, die Mehrheiten schaffen. Entweder gründen sie eine eigene Partei oder sie kapern traditionelle Parteien. Emmanuel Macron ist für viele der angenehmere Fall; aber Victor Orban, Donald Trump oder Sebastian Kurz sind vom gleichen Typ. Das Publikum der Parteiendemokratie, das sich von den Parteien abgewandt hat, schaut düpiert: Von rechts werden mit einer offensiven Strategie sozialer Spaltung politische Mehrheiten gewonnen, während auf der linken und postlinken Seite Skepsis gegenüber Politiken der Mehrheit herrscht. Wie kommt das? Was kann man davon halten? Was wird daraus?

Heinz Bude diskutiert an vier Abenden von September bis Dezember mit seinen Gästen zum Thema »Demokratie ohne Mehrheit«.

Freiheit, nur eine schöne Lüge? Warum die Krise der Demokratie eine kulturelle Krise ist

Heinz Bude im Gespräch mit Hanno Rauterberg

Am 10. September 2018

Genau und radikal. Politik nach der Natur

Heinz Bude im Gespräch mit Cord Riechelmann
Am 29. Oktober 2018

Gemeinsamkeit durch Streit! Das Allgemeine in der pluralen Gesellschaft

Heinz Bude im Gespräch mit Peter Siller
Am 26. November 2018

Erinnerung ans Proletariat. Von der sozialen Bestreitung der Demokratie

Heinz Bude im Gespräch mit Patrick Eiden-Offe
Am 17. Dezember 2018

In Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung