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28.06.2020, 12.00

Autonomie und Reproduktion

Carolin Emcke im Gespräch mit Barbara Bleisch (Philosophin und Autorin)

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Wie und welche Kinder sollen wir wollen? Ein Kind (nicht) zu wollen war immer schon eine Frage der reproduktiven Autonomie, die Frauen zugestanden oder abgesprochen wurde, die mit religiösen oder juristischen Beschränkungen belegt wurden. Was bedeutet nun aber reproduktive Autonomie in Zeiten, in denen sich durch die technischen Entwicklungen der Fortpflanzungsmedizin ganz andere Möglichkeiten der Zeugung, der Auswahl, der Elternschaft ergeben – von Ei- und Samenspende über Präimplantationsdiagnostik bis hin zur Leihmutterschaft? Welche individual-ethischen, welche sozialethischen Fragen werden damit berührt? Welche Vorstellungen von »Natürlichkeit«, »Gesundheit « oder »echter« Mutterschaft werden so reproduziert? Welche Wünsche müssen staatlich geschützt oder gefördert werden, welche bedürfen der engeren Grenzen?

BARBARA BLEISCH studierte Philosophie, Germanistik und Religionswissenschaften in Zürich, Basel und Tübingen und promovierte am Ethik-Zentrum der Universität Zürich. Seit 2010 moderiert sie die »Sternstunde Philosophie« beim Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Sie ist feste Kolumnistin beim »Tages-Anzeiger « und Dozentin für Ethik in den »Advanced Studies in Applied Ethics« am Ethik-Zentrum der Universität Zürich. Außerdem ist sie Mitglied der Jury des Tractatus-Preises für philosophische Essayistik. Zu ihren jüngsten Publikationen gehören »Warum wir unseren Eltern nichts schulden« (Hanser Verlag, 2018), »Familiäre Pflichten« (Suhrkamp Verlag, 2015) und »Ethische Entscheidungsfindung« (Versus Verlag, 2011). Im Mai ist ihr neues Buch »Kinder wollen« (Hanser Verlag, 2020) erschienen, das sie gemeinsam mit Andrea Büchler geschrieben hat.

Streitraum 2019/20: »Brave New Bodies, Brave New Humanity?«

Wie verändern sich das Denken und auch das Erleben des Körpers und verschiedener Körperlichkeiten im 21. Jahrhundert – und welche Folgen hat das für unsere Vorstellung des Selbst? Wie wir unsere Körper wahrnehmen, wie der Umgang mit dem eigenen Körper erlernt und weitervererbt wird, ist immer schon ein Konfliktfeld kultureller, religiöser, sozialer Praktiken und Überzeugungen gewesen. Wie Körper verhüllt, entblößt, ausgestellt, gepflegt, behandelt werden, mit welchen Bildern Körper in Kategorien von männlich oder weiblich, schön oder hässlich, gesund oder krank, sichtbar oder unsichtbar gemacht werden, ist immer schon normativ und kommerziell ausgeprägt.

Der Streitraum 2019/20 will sich die Frage stellen, wie die medizinisch-technischen Entwicklungen der Prothetik, wie Künstliche Intelligenz und Robotik, aber auch die grundsätzliche Durchdringung und Nutzung digitaler Technologien in allen unseren Lebensbereichen unsere Körper(-Bilder) und unser Selbstverständnis verändern. Was bedeutet Humanismus, was bedeutet ein soziales Wir unter diesen Bedingungen? Welche ökonomischen, kommerziellen Interessen steuern und programmieren die Algorithmen, die über unsere Fitness, unsere Ernährung, unsere Gesundheit mehr und mehr entscheiden? Wie verändert sich unser Selbstbild, aber auch unser Begriff von Begehren, von Sexualität und vom Sterben durch neue Technologien?

Streitraum wird gefördert von 

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