Die Theaterpädagogik der Schaubühne möchte Menschen jeden Alters die Möglichkeit geben, mit dem Theater in Kontakt zu kommen – ob als Zuschauende, Teilnehmende von Workshops oder Projekten, in Diskussionen oder Kooperationen. Wir wollen die Türen der Schaubühne öffnen und laden ein, sich intensiv mit unserem Haus und seinen Inszenierungen auseinanderzusetzen.

Wiebke Nonne

»Ich liebe es, mich mit Gruppen auf Theater-Expedition zu begeben. Offen, was uns auf dem Weg begegnet, voller Lust auf neue Entdeckungen und mit dem Gefühl, gemeinsam unterwegs zu sein. Egal ob für 4 Stunden oder ein Jahr.«

Schon in meiner Jugend hatte ich das Glück nicht nur selber Theater spielen zu können und mich dabei auch in experimentelleren Formen ausprobieren zu können, sondern auch Gruppen in Workshops anleiten zu können. Zum Studium hat es mich nach Leipzig verschlagen wo ich Kulturwissenschaften, Ethnologie und Psychologie studiert habe und daneben in diversen Projekten Theater gemacht oder begleitet habe. So habe ich u.a. 2010 am Spinnwerk Leipzig die Produktion »Give me a piece of love« mit Jugendlichen erarbeitet. Vor dem Studium und auch derweil war ich mehrmals in Bolivien und Peru und habe dort bei einer Menschenrechts- und Umweltorganisation mitgearbeitet und u.a. Theaterworkshops in ländlichen Gebieten durchgeführt. 2012 habe ich ein Jahr als Volontärin und Assistenz von Uta Plate in der Theaterpädagogik der Schaubühne gearbeitet. Im Zuge dessen gründete ich die Jugend-Theatergruppe Polyrealisten und erarbeitete mit ihr die Produktion »Wir haben uns entschieden«, welche zu dem Nachwuchstheater-Festival »Kaltstart« 2013 eingeladen wurde. Danach verschlug es mich als Produktionsassistenz bei »Das letzte Kleinod«-Site Specific Theatre nach Norddeutschland. Von Januar bis Juni 2014 war ich in Radebeul und Umgebung als Theaterpädagogin an den Landesbühnen Sachsen tätig. Seit der Spielzeit 2014/15 leite ich nun die Theaterpädagogik der Schaubühne und habe neben diversen anderen Projekten drei weitere Inszenierungen mit den Polyrealisten als altersgemischer Theatergruppe erarbeitet. 2015 kam »Happy Endings«, 2016 »MACHT was ihr wollt« und 2018 »After Work« zur Aufführung.

Mai-An Nguyen

»Theater ist für mich Freiheit und Experimentierraum für persönliche Träume und politische Ideen. Ein geschützter Ort, aus dem alles erwachsen kann. Diesen Ort möchte ich so vielen wie möglich zugänglich machen.«

Zur Wende in Cottbus geboren und ebendort aufgewachsen, bot mir Theater bereits in der Grundschule die Möglichkeit, mich in verschiedenen Rollen zu bewegen und zu üben. Eine besondere Heimat war (und ist mir immer noch) das Piccolo Kinder- und Jugendtheater in Cottbus. Wo mir gesellschaftliche Zuschreibungen und Vorurteile wie ein Korsett vorkamen, hatte ich dort auf der Bühne die Freiheit, alles zu sein und zu können, was ich wollte. Diese Energie gibt das Piccolo an Kinder und Jugendliche bis heute weiter und genau das wollte ich auch. Deswegen habe ich 2011 bis 2014 Theaterpädagogik an der Hochschule Osnabrück/Campus Lingen studiert. Bereits während des Studiums wurde ich Teil des BuT Ausschusses »Jugendclubs an Theatern« und habe ehrenamtlich bis 2017 für das »Bundestreffen Jugendclubs an Theatern« gearbeitet. 2014 begann ich mein Erstengagement an der neuen Bühne Senftenberg. Dort habe ich das Projekt »Rastlos…, Grenzenlos…, Unterwegs«, ein deutsch-polnisches Jugendtheaterprojekt zu Brechts Exillyrik in Kooperation mit dem Dom Kultury Bielsko Biala realisiert sowie das »sturmfrei! Festival«, ein generationsübergreifendes Kunstfestival für die Region der Niederlausitz, etabliert. 2017 führte mich mein Weg an das Maxim Gorki Theater, wo ich in enger Zusammenarbeit mit Uta Plate das Vermittlungsprogramm zur Arbeit des Exil-Ensemblesaufgebaut habe. Mit der Spielzeit 19/20 starte ich nun an der Schaubühne. Hier werde ich die Leitung des QuerFormats übernehmen und das Jugendprojekt unter der Leitung von Philipp Rost und Laura Söllner als Projektleitung betreuen.

Katharina Mrowka

»An Theater gefällt mir, dass es den Raum bietet, gemeinsam zu erleben, zu entdecken, zu experimentieren – einfach alles sein zu können. Etwas, das in unserer Gesellschaft häufig unmöglich zu sein scheint. Ich unterstütze die Theaterpädagogik der Schaubühne im Rahmen eines FSJK, weil ich es wichtig finde, dass Menschen jeden Alters die Möglichkeit bekommen, Theater auszuprobieren, daran zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.«

Nachdem ich in diesem Jahr mein Abitur in Jena gemacht habe, bin ich nun zurück in meiner alten Heimatstadt Berlin. Ich freue mich auf das Jahr an der Schaubühne  – ich kann viele praktische, theaterpädagogische Erfahrungen sammeln und ganz viel Theater schauen. In meiner Schulzeit habe ich vier Jahre lang das Fach »Darstellen und Gestalten« belegt, in dem ich erste Theatererfahrungen sammeln konnte und mein Interesse geweckt wurde, den Theaterbetrieb näher kennenzulernen.

Wiebke Nonne (Leitung Theaterpädagogik)

Tel +49.30.89002-181
wnonne@schaubuehne.de

Mai-An Nguyen (Theaterpädagogin)

Tel +49.30.89002-194
mnguyen@schaubuehne.de

Katharina Mrowka (FSJ Kultur)

Tel +49.30.89002-604
theaterpaedagogik@schaubuehne.de

Das Absolvieren von Praktika ist in unserer Abteilung nur projektbezogen und nicht in Vollzeit möglich. Weitere Informationen sind hier zu finden. Über die Möglichkeit eines FSJ Kultur in der Theaterpädagogik gibt es hier weitere Informationen.