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11/16/2020, 19.30

Streit ums Politische: »Das Ende der Demokratie«

Heinz Bude in conversation with Hedwig Richter (Historian)


Wenn die Zukunft der Demokratie so aussieht, dass entweder Traditionsparteien von dubiosen politischen Unternehmer_innen gekapert werden (Trump) oder selbsternannte Kandidat_innen für den Wahlkampf eine Partei gründen (Macron), dann ist die Parteiendemokratie, so wie wir sie über eine lange Nachkriegszeit gekannt haben, am Ende. Wenn dann noch Autokrat_innen mit der Zustimmung des Elektorats ihre Mandatszeit als politische Führer_innen an ihre eigene Lebenszeit binden (Erdogan, Putin), dann ist der Tod der Demokratie besiegelt. Stimmt dieses Bild? Es könnten doch einfach nur neue Mischungen von Volksdemokratien, liberalen Demokratien, Präsidialdemokratien, Parlamentsdemokratien, Konkordanzdemokratien und Bewegungsdemokratien erprobt werden. Jedenfalls haben sich die Mechanismen der Erzeugung von Legitimität im Gewand von Demokratien verändert und vermehrt. Hedwig Richter, die gerade ein Buch über die deutsche Affäre mit der Demokratie veröffentlicht hat, wird klären, was wir in Sachen Demokratie zu befürchten haben und worauf wir hoffen dürfen.

Videoaufzeichnung:

 

Streit ums Politische 2020/21: »Geschichten vom Ende«

Heinz Bude im Gespräch mit seinen Gästen
Am 26. Oktober, 16. November, 7. Dezember 2020 und 25. Januar 2021

Wir leben heute mit starken Behauptungen vom Ende unserer Welt. Der Kapitalismus lebt von gekaufter Zeit, die Demokratie ist zur Simulation ihrer selbst geworden, die Kunst erschöpft sich in der Denunziation von Kunst und der Mensch zerstört den einzigen Planeten, auf dem er leben kann. Diese Geschichten vom Ende sollen geprüft werden: Worin besteht die Wahrheit in diesen Behauptungen? Sind sie in erster Linie Symptome einer Verwirrung der Geister? Oder müssen wir uns selbst fragen, was wir davon haben, wenn wir die Welt zu Ende gehen sehen? Es ist an der Zeit, dass wir uns zumindest im Denken nicht schonen. Sonst genießen wir nur die Lust am Untergang, die so wunderbar quält, aus der aber nichts folgt.

»Streit ums Politische« ist eine politische Diskussionsreihe mit Heinz Bude an der Schaubühne, die seit der Spielzeit 2011 / 12 regelmäßig stattfindet. Jeweils zu Beginn einer neuen Spielzeit werden an vier Terminen ein oder mehrere Gäste eingeladen, die zu unterschiedlichen Aspekten des gewählten Themas diskutieren.

Heinz Bude wurde 1954 in Wuppertal geboren. Er lebt seit 1974 in Berlin und ist seit 2000 Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel. Er beschäftigt sich mit den Veränderungen sozialer Ungleichheit und was diese für die Selbstgegebenheit von Gegenwartsgesellschaften bedeutet. 2014 ist »Gesellschaft der Angst« erschienen, das inzwischen in der sechsten Auflage vorliegt, 2016 »Das Gefühl der Welt. Über die Macht von Stimmungen«, 2018 »Adorno für Ruinenkinder. Eine Geschichte von 1968« und 2019 »Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee«.

In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung


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