12/12/2021, 12.00 – 14.00
Livestream

6€/ red. 3€

Streitraum: »Museums and the heritage of history 1/2«

Carolin Emcke in conversation with Bénédicte Savoy
Stage B


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Nicht erst seit der Auseinandersetzung um das Humboldt Forum ist die lange verzögerte oder verdrängte Debatte um die Rückgabe geraubter Kulturgüter virulent. Wie lässt sich erklären, dass Museen ihr koloniales Erbe so lange nicht adressiert haben? Welche Strukturen und welche Ideologien, welches Unwissen und welche Ressentiments haben eine postkoloniale, antirassistische Solidarität verhindert? Wie lässt sich eine neue Beziehungsethik gestalten, in der das Zurückgeben illegitim angeeigneter Güter erfolgen kann?

BÉNÉDICTE SAVOY (*1972, Paris) ist die Leiterin des Fachgebiets Kunstgeschichte der Moderne an der Technischen Universität Berlin. Von 2016 bis 2021 hatte sie zudem eine Professur am Collège de France in Paris für die Kulturgeschichte des künstlerischen Erbes in Europa vom 18. bis 20. Jahrhundert inne. Gemeinsam mit dem senegalesischen Wissenschaftler Felwine Sarr erstellte sie 2018 im Auftrag des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron den Bericht »Über die Restitution afrikanischer Kulturgüter«. Für ihre Forschung und ihre akademische Lehre erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den 2016 verliehenen Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie in diversen wissenschaftlichen Beiräten und Gremien. Zuletzt erschien ihr Buch »Afrikas Kampf um seine Kunst. Geschichte einer postkolonialen Niederlage« sowie die beiden Bände »Beute – Eine Anthologie zu Kunstraub und Kulturerbe« (mit Isabelle Dolezalek und Robert Skwirblies) sowie »Beute – Ein Bildatlas zu Kunstraub und Kulturerbe« (mit Merten Lagatz und Philippa Sissis).


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